meldungen
Sanierung von Schauspiel und Oper Köln wird deutlich teurer und dauert länger
Kölns BER-Flughafen
Köln, 1. Juli 2017. Um die Sanierung der Oper und des Schauspielhauses fertigstellen zu können, benötigen die städtischen Bühnen bis zu 570 Millionen Euro und eine Bauzeit bis 2022. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, waren zum Baubeginn 2012 noch 253 Millionen Euro veranschlagt worden; die Bauarbeiten sollten 2015 abgeschlossen sein. Die Verantwortlichen rechnen laut Kölner Stadtanzeiger nun ndamit, dass die Arbeiten bis Ende 2022 beendet sein werden und die Bühnen ihren Betrieb 2023 wieder aufnehmen können. Diese Zahlen hat die Stadt am Freitag unerwartet per Pressemitteilung bekannt gegeben, obwohl das erst für den kommenden Montag bei einer Pressekonferenz geplant war.
Martin Kušej neuer Direktor des Wiener Burgtheaters
Suche abgeschlossen
30. Juni 2017. Martin Kušej wird ab dem 1. September 2019 neuer Direktor des Wiener Burgtheater. Das gaben Bundesminister Thomas Drozda und der Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, Christian Kircher, auf einer Pressekonferenz bekannt.
Petition gegen Chris Dercons Pläne für die Berliner Volksbühne
Neuer Gegenwind
30. Juni 2017. Die Theaterwissenschaftlerin und Kuratorin Evelyn Annuß hat auf der Plattform change.org eine Petition gestartet. Darin fordern die Unterzeichner*innen unter anderem Berlins Regierenden Oberbürgermeister Michael Müller und den Senator für Kultur Klaus Lederer auf, die Zukunft der Berliner Volksbühne neu zu verhandeln.
Manfred Langner wird Intendant in Trier
Zuschauermagnetiseur
29. Juni 2017. Der Leiter der Schauspielbühnen Stuttgart Manfred Langner ist erwartungsgemäß zum neuen Intendanten des Theaters Trier ernannt worden. Das teilen die Schauspielbühnen in Stuttgart heute mit. Der 59jährige Regisseur wurde vom Trierer Stadtrat einstimmig gewählt. Er tritt sein Amt 2018 an.
Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins 2015/16: "Tschick" liegt weiterhin vorne
Zeitgenössisch
Köln, 29. Juni 2017. Die Bühnenfassung von Wolfgang Herrndorfs Roman "Tschick" war auch in der Spielzeit 2015/2016 das meistgespielte Theaterstück in Deutschland. Wie der Deutsche Bühnenverein mitteilt, liegt es mit in der Statistik des Deutschen Bühnenvereins mit 46 Inszenierungen (Schauspiel und Kinder- und Jugendtheater) deutlich vorne. Auf Platz zwei und drei folgen das "Frau Müller muss weg" von Lutz Hübner und "Der Vorname" von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patelliere. Die am häufigsten inszenierten Opern waren "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart, "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck und "Carmen" von Georges Bizet.
Intendanten in Halle sprechen Geschäftsführer Stefan Rosinski das Misstrauen aus
Angespannte Situation
23. Juni 2017. Drei künstlerische Leiter der Theater-, Oper- und Orchester GmH in Halle – Mattias Brenner (Neues Theater Halle), Florian Lutz (Oper Halle) und Josep Caballé-Domenech (Generalmusikdirektor) – haben dem Geschäftsführer Stefan Rosinski das Misstrauen ausgesprochen und sich an den Aufsichtsrat gewendet. Das berichtet mdr Kultur, dem das interne Schreiben vorliegt. Wörtlich heißt es in dem Schreiben von Seiten Matthias Brenner: "Ich sehe keine andere Möglichkeit, als dass eine Entscheidung her muss! Ich werde die angespannte Zusammenarbeit in einer Atmosphäre des Nicht-Vertrauens nicht mehr länger dulden!" Florian Lutz sieht eine besorgniserregende Entwicklung, "die die künstlerischen, organisatorischen und geschäftlichen Planungen der TOOH meiner Ansicht nach substanziell behindern und gefährden".
Carl Philip von Maldeghem bleibt Intendant in Salzburg
Ein reiches Theater
Salzburg, 21. Juni 2017. Carl Philip von Maldeghem bleibt bis 2024 Intendant des Salzburger Landestheaters. Der Salzburger Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) verlängerte den aktuellen, bis 2019 gültigen Vertrag um weitere fünf Jahre. Das teilte orf.at gestern mit. Weil der kaufmännische Direktor des Landestheaters Torger Nelson zum 1. August 2017 an die Alte Oper Frankfurt wechsele, werde ein neuer kaufmännischer Leiter gesucht.
Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg werden Intendanten des Zürcher Schauspielhauses
Im Zweier-Team von München nach Zürich
21. Juni 2017. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden der Regisseur Nicolas Stemann (aktuell Hausregisseur in Matthias Lilienthals Münchner Kammerspielen) und Benjamin von Blomberg (aktuell Chefdramaturg bei Lilienthal) als Nachfolger von Barbara Frey als Intendanten des Schauspielhauses Zürich bekannt gegeben. Stemann und von Blomberg starten mit der Spielzeit 2019/20 in einen Fünf-Jahresvertrag; Freys Vertrag war 2013 zum letzten Mal verlängert worden. Im November 2016 hatte der Verwaltungsrat des Schauspielhauses eine Findungskommission eingesetzt.
BKM-Preis Kulturelle Bildung 2017 verliehen
Projekte der Verständigung
20. Juni 2017. Der 9. Preis der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) für Kulturelle Bildung wurde heute in Berlin verliehen. Das teilte die Pressestelle der BKM mit. Aus mehr als 100 Vorschlägen hatte der Mitteilung zufolge eine Fachjury zuvor zehn Projekte nominiert. Jede Nominierung ist mit einer Prämie von 5.000 Euro verbunden. Jeweils 20.000 Euro erhalten die drei gleichranging ausgezeichneten Preisträger. Zwei der drei ausgezeichneten Projekte sind an Theatern entstanden.
Körber Studio Junge Regie 2017: Die Preise
Verschrobene Tiefe
Hamburg, 19. Juni 2017. Als Preisträger des 14. Körber Studio Junge Regie ist die Inszenierung "Nerve Collection" mit Texten und in der Regie von Caroline Creutzburg (Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen) ausgezeichnet worden. Das teilt das Hamburger Thalia Theater mit, das den Nachwuchsregiewettbewerb gemeinsam mit der Körber-Stiftung und der Theaterakademie Hamburg unter der Schirmherrschaft des Deutschen Bühnenvereins veranstaltet.
Hermann-Sudermann-Preis an Miroslava Svolikova
Mit sprachlicher Balance
Berlin, 17. Juni 2017. Die österreichische Dramatikerin Miroslava Svolikova erhält den mit 5.000 Euro dotierten Hermann-Sudermann-Preis für Dramatiker, der zum zweiten Mal vergeben wird. Die Preisverleihung findet nächste Woche im Rahmen der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin statt. Zur Jury gehörten die beiden Dramaturgen des Deutschen Theaters Berlin, Christa Müller und Prof. Dr. John von Düffel, sowie den Vorstandsmitgliedern der Hermann Sudermann Stiftung, Dr. Karen Bork und Dototheas Steffens.
Lukas Bärfuss leitet Einsiedeln Welttheater 2020
Das ganze menschliche Leben
16. Juni 2017. Das Welttheater Einsiedeln wird 2020 unter künstlerischer Leitung von Lukas Bärfuss stattfinden, das meldet unter anderem die Luzerner Zeitung. Regie werde Livio Andreina übernehmen. Die Entscheidung traf die Generalversammlung Welttheatergesellschaft an diesem Mittwoch. Bärfuss wurde aus zwölf Autoren beziehungsweise ihren Ideenskizzen ausgewählt.
Klaus Kusenberg wird Schauspieldirektor in Regensburg
Erfahrener Theatermann
14. Juni 2017. Klaus Kusenberg wird ab der Spielzeit 2018/19 neuer Schauspieldirektor am Theater Regensburg, das teilt das Theater in einer Presseaussendung mit. Er tritt damit die Nachfolge von Stephanie Junge an, sein Vertrag soll bis 2020/21 laufen. Kusenberg ist seit dem Jahr 2000 und noch bis Ende der Spielzeit 2017/18 Schauspieldirektor und Regisseur am Staatstheater Nürnberg. Sein Nachfolger dort wird Jan Philipp Gloger.
Theater beschließen Verstärkung von Aktivitäten gegen Rechtspopulismus
Nicht das Ende der Fahnenstange
11. Juni 2017. Auf der Jahreshauptvesammlung des Deutschen Bühnenvereins am 10. Juni 2017 in Dresden haben die Theater und Orchester beschlossen, ihre Aktivitäten gegen Rechtspopulismus und rechtsnationale Parteien zu verstärken. Das teilt der Deutsche Bühnenverein mit. "Theater und Orchester wollen die Gesellschaft stärker dazu ermutigen, sich für Demokratie und offene Gesellschaft einzusetzen", zitiert die MItteilung Bühnenvereins-Präsident Ulrich Khuon.
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