meldungen

Mittelkürzungen bei Schweizer Theaterverbänden

Kopfgeburten der Nation

6. März 2017. Das Schweizer Bundesamt für Kultur (BAK) kürzt mehreren Theaterverbänden die Fördermittel. Das meldet die Berner Zeitung (4.3.2017) in einem Bericht von Kulturredakteurin Stefanie Christ. Betroffen sind der Berufsverband der Freien Theaterschaffenden (ACT, Association des créateurs du théâtre indé-pendant), die Vereinigung der Theaterschaffenden der italienischen Schweiz (Teatri Associati della Svizzera Italiana), das Syndicat Suisse Romand du Spectacle, der Schweizerische Tonkünstlerverein, der Schweizerische Bühnenkünstlerverband und die Vereinigung Kleinkunst. Der ACT stemmt sich mit einem Aufruf "Wir Theaterschaffenden wehren uns!" gegen die Kürzungen.

Intendant Frank Hoffmann verlässt Ruhrfestspiele 2018

Abschied vom Kohle-Festival

6. März 2017. Intendant Frank Hoffmann verlässt zum Ende seiner 14. Spielzeit im Mai/Juni 2018 die Ruhrfestspiele. Das meldet u.a. der WDR. Der heute 63-jährige gebürtige Luxemburger übernahm die Ruhrfestspiele 2004 vom Berliner Volksbühnen-Intendanten Frank Castorf, unter dessen kurzer Leitungszeit sich die Zuschauerzahlen auf 22.000 halbierten. Hoffmann steigerte die Besucherzahlen des sechswöchigen Festivals nach Angaben des WDR auf 80.000.

Brecht-Forscher Werner Hecht gestorben

Viel mehr als ein Chronist

28. Februar 2017. Der Autor, Brecht-Forscher und -Herausgeber Werner Hecht ist vorgestern in Berlin im Alter von 90 Jahren verstorben, das meldet die Berliner Zeitung. Hecht, am 18. Dezember 1926 in Leipzig geboren, war ein enger Mitarbeiter von Helene Weigel während ihrer Zeit als Intendantin des Berliner Ensemble, Berater bei der Leitungsarbeit, Begleiter bei vielen Gastspielen im In- und Ausland.

Kritik an geplanter Diskussionsveranstaltung mit AfD-Chefideologen in Zürich

Glatteis in Zürich

22. Februar 2017 / UPDATE 26. Februar 2017. / UPDATE 27. Februar 2017. In der Zürcher Kulturszene formiert sich Protest gegen eine geplante Veranstaltung im Theaterhaus Gessnerallee. Unter dem Titel "Die neue Avantgarde" sollen am 17. März der AfD-Chefideologe und Philosophie-Dozent an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, Marc Jongen, der Publizist Olivier Kessler (SVP), der Kunstwissenschaftler und Journalist Jörg Scheller sowie Laura Zimmermann von der liberalen Bewegung "Operation Libero" auf einem Podium sitzen – der Veranstaltungsankündigung auf der Webseite des Theaterhauses Gessnerallee zufolge sollen sie "debattieren, was Kategorien wie 'liberal', 'progressiv' und 'reaktionär' heute bedeuten. Ist die Renaissance des Rechtsnationalen eine Avantgarde-Bewegung? Wie ist dem Rückzug in ideologische Filterblasen beizukommen? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen populär und populistisch?".

Bundesverdienstkreuz für die Berliner Intendantin Shermin Langhoff

Neue Perspektiven erfahrbar machen

25. Februar 2017. Shermin Langhoff wird zum Internationalen Frauentag mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Das berichten diverse Medien, darunter Deutschlandradio Kultur."Die Intendantin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters sei eine viel beachtete Stimme zu Fragen der Integration", wird die Ordenskanzlei im Bundespräsidialamt zitiert. Sie bringe innovativ die Themen auf die Bühne, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland mit bestimmen und mache dabei neue Perspektiven erfahrbar.

Berlin hält sich an Vertrag mit Chris Dercon

Die Kontrakte des Kultursenators

23. Februar 2017. Es bleibt dabei, dass Chris Dercon ab der nächsten Spielzeit die Leitung der Berliner Volksbühne übernimmt. Das bestätigte der im Februar vereidigte Kultursenator Klaus Lederer laut Berichten mehrerer Medien. Lederer hatte im Rahmen seiner Nominierung zum Kultursenator nach der Berliner Landtagswahl im Herbst 2016 angekündigt, die Verträge mit Dercon zu überprüfen – und sich vorher mit dem Ensemble der Volksbühne solidarisiert, als es sich in einem Offenen Brief gegen Dercon stellte.

Stephan Rumphorst ans Landestheater Eisenach

Zurück in die Zukunft

23. Februar 2017. Einem Bericht der Thüringischen Landeszeitung (23.2.2017) zufolge soll Stephan Rumphorst ab der kommenden Spielzeit das Kinder- und Jugendtheater des Landestheater Eisenach mit aufbauen. Das meldet die Thüringische Landeszeitung. Rumphorst war an gleicher Stelle bereits von 2012 bis 2014 engagiert. Laut Intendant Ansgar Haag werde er als Regisseur drei Inszenierungen verantworten sowie als Theaterpädagoge und Dramaturg tätig werden. 

Ermittlungen gegen Warschauer Theater wegen Frljić-Inszenierung

Kunstfreiheit auf dem Prüfstand

22. Februar 2017. Die Warschauer Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen das Allgemeine Theater (Teatr Powszechny) in Polens Hauptstadt eingeleitet. Das meldet 3Sat. Ermittelt werde "auf Grundlage von Medienberichten und öffentlichen Beschwerden" wegen des Vorwurfs der "Verletzung religiöser Gefühle" und wegen eines angeblichen Mordaufrufs in der Inszenierung "Der Fluch" ("Klątwa") des Regisseurs Oliver Frljić.

Einigung über Ku'damm-Bühnen Berlin

Ein neues Theater und sehr viel mehr Geld

21. Februar 2017. Der jahrelange Streit um die Sanierung bzw. Schließung der Theater am Kurfürstendamm ist mit einem Kompromiss zwischen dem Intendanten der Privattheater Martin Woelffer und dem Investor Cells Bauwelt beigelegt worden. Das meldet unter anderen. Der Tagesspiegel. Erst in der vorigen Woche war eine Zwangsräumung der Gebäude verschoben worden. Einer notariell beurkundeten Vereinbarung zwischen beiden Seiten zufolge müssen die zwei historischen Theatersäle nun zwar dem Abriss weichen – dafür bekomme Woelffer freie Hand bei der Gestaltung einer Ersatzbühne im Kellergeschoss mit einem oberirdischen Foyer.

Seite 143 von 253