meldungen
Aderlass am Theater Trier
Zehn Abgänge
Trier, 18. Februar 2017. Das Theater Trier verliert zum Saisonende fast sein gesamtes Schauspielensemble. Neun Mitglieder des Ensembles, die seit 2015 am Theater Trier engagiert sind, haben sich gegen eine Vertragsverlängerung entschieden; ein weiteres Engagement endet vertragsgemäß ebenfalls nach der laufenden Spielzeit. Das berichten heute diverse regionale Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Theaters, unter anderen der Trierer Volksfreund. Zwei bereits länger am Theater beschäftigte Schauspieler*innen bleiben dem Haus erhalten.
Friedrich-Luft-Preis an Christoph-Marthaler-Inszenierung
... damit die Zeit nicht stehenbleibt ...
Berlin, 13. Februar 2017. Christoph Marthalers Inszenierung Bekannte Gefühle, gemischte Gesichter an der Berliner Volksbühne erhält den Friedrich-Luft-Preis für die "beste Berliner und Potsdamer Aufführung des Jahres 2016". Dies meldet die Berliner Morgenpost, die den mit 7.500 Euro dotierten Preis seit 1992 im Gedenken an den 1990 verstorbenen Theaterkritiker Friedrich Luft vergibt. Die Auszeichnung geht bereits zum zweiten Mal an eine Inszenierung Marthalers, der auch 1998 mit "Pariser Leben", ebenfalls an der Volksbühne, erfolgreich war.
Der BE-Schauspieler Gerd Kunath ist tot
Feinsinnig komödiantisch
Berlin, 13. Februar 2017. Der Schauspieler Gerd Kunath ist am 11. Februar 2017 im Alter von 86 Jahren in Düsseldorf verstorben. Das teilt das Berliner Ensemble mit, dem Kunath seit 1999/2000 angehörte. Er war in Berlin in über 30 Rollen bei Regisseuren wie George Tabori, Leander Haußmann, Luc Bondy, Robert Wilson und Claus Peymann zu sehen. Seine letzte Rolle war Der Bonze in Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" in der Regie von Leander Haußmann.
Dresdens Intendanten gegen den braunen Mob
Die Verteidigung des Guten
Dresden, 12. Februar 2017. Die Intendanten der wichtigsten Dresdner Kultureinrichtungen haben sich in einer öffentlichen Erklärung "gegen die immer aggressiver werdende Stimmung in der Stadt zu Wort gemeldet" und sich mit dem Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert solidarisiert. Das schreiben heute die Dresdner Neuesten Nachrichten.
Berns Intendant Märki und Ex-Schauspielchefin Gräve einigen sich außergerichtlich
Berner Theaterfrieden?
8. Februar 2017. Die ehemalige Schauspieldirektorin des Konzert Theater Bern (KTB) Stephanie Gräve zieht eine Anzeige gegen ihren ehemaligen Chef Stephan Märki, den Intendanten des KTB, zurück – und er verspricht, keine gegen sie zu stellen. Von diesem Vergleich berichtet die Berner Zeitung Der Bund.
Nicolas Stemann wird Studiengangsleiter in Zürich
Nach Zürich
4. Februar 2017. Nicolas Stemann wird einer Meldung der Handelszeitung zufolge Leiter des Profils Regie im Master Theater an der Zürcher Hochschule der Künste. Er folgt auf Stephan Müller, der in Pension geht.
Caroline Stolz neue Schauspieldirektorin in Trier
Von Baden in die Römerstadt
3. Februar 2017. Caroline Stolz wird ab der kommenden Saison Schauspielleiterin am Theater Trier. Das meldet der Trierische Volksfreund heute. Sie folgt auf Ulf Frötzschner.
Steirischer Herbst sucht neue Intendanz
Veronica Kaup-Hasler hört auf
1. Februar 2017. Veronica Kaup-Hasler gibt die Leitung des Grazer Festivals "Steirischer Herbst" ab. Das seit 1968 bestehende Festival für zeitgenössische Kunst sucht für Anfang 2018 eine neue geschäftsführende Intendanz (Zur Auschreibung).
Karin Beier verlängert ihre Intendanz in Hamburg
Rückenwind
Hamburg, 31. Januar 2017. Die Intendantin des Deutschen Schauspielhauses, Karin Beier, und der Kaufmännische Geschäftsführer Peter F. Raddatz verlängern ihre Verträge um drei Jahre. Der Aufsichtsrat des Deutschen Schauspielhauses stimmte in seiner heutigen Sitzung für die Verlängerung der Verträge bis 2021, das teilt die Hamburger Kulturbehörde mit. Beide leiten das größte deutsche Sprechtheater seit 2013. In der Pressemitteilung heißt es, dass der Vertrag mit Karin Beier eine Verlängerungsoption auf fünf Jahre vorsieht, während Peter F. Raddatz die Altersgrenze erreicht.
(sik)
Düsseldorf kauft Schauspielhaus-Rechte
Keine Rücksicht auf die Erben
Düsseldorf, 31. Januar 2017. Die Stadt Düsseldorf hat für 750 000 Euro alle Rechte an dem urheberrechtlich geschützten Bau des Schauspielhauses und dem Vorplatz erworben. Wie die Rheinische Post meldet, muss der Beschlussvorlage noch der Rat im nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung am 2. Februar zustimmen, die allerdings als "äußerst wahrscheinlich" gelte. Mit dem Vertrag verpflichte sich die Stadt auch, den Bau weiterhin als Schauspielhaus zu nutzen, sobald die Sanierung abgeschlossen und die neue Tiefgarage unter dem Gustaf-Gründgens-Platz errichtet ist (nach derzeitigem Planungsstand zur Spielzeit 2018/19).
Neuer Vorstand der Dramaturgischen Gesellschaft
Freiheiten verteidigen und ausweiten
Hannover, 30. Januar 2017. Die Dramaturgische Gesellschaft (DG) hat am vergangenen Sonntag auf ihrer Jahreskonferenz Harald Wolff (2011 bis 2016 Dramaturg am Theater Aachen) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Wolff gehörte bisher dem Vorstand der DG ebenso an wie der stellvertretende Vorsitzende Uwe Gössel, Kathrin Bieligk (freischaffende Dramaturgin) und Dorothea Hartmann (stellvertretende Chefdramaturgin an der Deutschen Oper Berlin) die ihre Vorstandstätigkeit fortsetzen werden. Neu gewählt in die Führung der Gesellschaft wurden: Kerstin Grübmeyer vom Landestheater Tübingen, die freie Dramaturgin für Tanz & Theater Karin Kirchhoff und Beata Anna Schmutz, die die Sparte "Volkstheater" am Badischen Staatstheater leitet.
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