meldungen

Theaterpreis Berlin 2017 für Herbert Fritsch

Anarchie und Formvollendung

Berlin, 27. Januar 2017. Für "seine außerordentlichen Verdienste um das deutschsprachige Theater" zeichnet die Stiftung Preußische Seehandlung Herbert Fritsch mit dem mit 20.000 Euro dotierten Theaterpreis Berlin 2017 aus. Das melden die Berliner Festspiele. Die Preisjury bestand aus der die Intendantin des Schauspielhauses Zürich, Barbara Frey, der Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, Wilfried Schulz und die Theaterkritikerin Eva Behrendt, sowie mit beratender Stimme der Intendant der Berliner Festspiele, Dr. Thomas Oberender.

Thorsten Weckherlin verlängert am Landestheater Tübingen

Energie und Präsenz

Tübingen, 27. Januar 2016. Thorsten Weckherlin, Intendant des Landestheaters Tübingen (LTT), hat seinen Vertrag bis 2024 verlängert. Wie die Südwestpresse meldet, wurde sein bis 2018 laufender Vierjahresvertrag vom Verwaltungsrat in Stuttgart nun um weitere sechs Jahre erweitert. Der aus Hamburg stammende Theatermann (Jahrgang 1962) leitet seit der Spielzeit 2014/15 das Haus.

Neuer Vorsitzender der Privattheatergruppe des Bühnenvereins

Guter Einsatz

27. Januar 2017. Christian Seeler hat das Amt des Vorsitzenden der Privattheatergruppe des Deutschen Bühnenvereins von Horst Johanning übernommen, das teilte der Bühnenverein in einer Pressaussendung mit. Auf der Tagung diese Woche in Erfurt übergab der langjährige Gruppenvorsitzende Horst Johanning, Direktor des Contra-Kreis-Theaters Bonn, sein Amt an Christian Seeler, seit zwanzig Jahren Intendant des Ohnsorg-Theaters Hamburg. Als Stellvertreter wurde René Heinersdorff, Direktor des Theaters an der Kö in Düsseldorf, gewählt.

Ulrich Khuon wird neuer Präsident des Deutschen Bühnenvereins

Nachfolger gefunden

24. Januar 2017. Ulrich Khuon, seit 2009 Intendant am Deutschen Theater Berlin, wurde heute zum neuen Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins gewählt. Die Wahl fand im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung in Erfurt statt. Der 65-Jährige Khuon, der in der Vergangenheit bereits das Thalia Theater, das Schauspielhaus Hannover und das Theater Konstanz als Intendant geleitet hat, tritt damit die Nachfolge von Barbara Kisseler an, die im vergangenen Oktober gestorben war. Khuon leitet den Bühnenverein mit seinen 470 Mitgliedern für die nächsten vier Jahre an der Seite des Geschäftsführenden Direktors Marc Grandmontagne, der den Posten Anfang diesen Jahres von Rolf Bolwin übernahm.

(www.buehnenverein.de/ WDR/ sae)

Tobias Brenk wird Leiter des Theaterfestivals Basel

Kontinuität

Basel, 17. Januar 2017. Tobias Brenk wird neuer künstlerischer Leiter des Theaterfestivals Basel. Der Vorstand des Vereins Theaterfestival Basel hat Brenk zum Leiter der kommenden Ausgabe Festivals 2018 gewählt. Das Theaterfestival Basel wird alle zwei Jahre ausgetragen. Es ging aus dem 1991 ins Leben gerufenen Festival "Welt in Basel" hervor und wurde 2012 unter der derzeitigen Leiterin der Kaserne Basel Carena Schlewitt neu aufgelegt.

Kleist-Förderpreis für Franziska vom Heede

Extrem gute Sprachqualität

Frankfurt / Oder, 17. Januar 2017. Die Hamburgerin Franziska vom Heede erhält den mit 7.500 Euro dotierten Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2017. Wie u.a. der RBB meldet, teilte das gestern die Jury in Frankfurt (Oder) mit. Das Stück "Tod für eins achtzig Geld" um vier Cousins, die aus dem Tod ihres Großvaters auf makabre Weise Kapital schlagen wollen, sei sehr fantasievoll und überraschend angelegt. Die 25-Jährige überzeuge durch "extrem gute Sprachqualität" und "tolle" sprachliche Bilder, erklärte der Jury-Vorsitzende Florian Vogel.

Neue Direktorin am Bonner Euro Theater Central

Übernahme in Krisenzeiten

11. Januar 2017. Ulrike Fischer wird neue Direktorin des Bonner Euro Theater Central. Das meldet die Bonner Rundschau (10.1.2016). Die langjährige Dramaturgin des Privattheaters folgt damit auf Gisela Pflugradt-Marteau. Pflugradt-Marteau hatte das Haus 1969 mit ihrem Mann Claus Marteau gegründet und leitete es nach dessen Tod 1995 allein.

Kasseler Förderpreis Komische Literatur 2017 an Ferdinand Schmalz

Für alles gesorgt

11. Januar 2017. Der Kasseler Förderpreis Komische Literatur 2017 geht an den österreichischen Dramatiker Ferdinand Schmalz. Das meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Schmalz verbinde die Derbheit des Volkstheaters mit der Feinheit der Poesie in einer melodiösen Kunstsprache, wobei für Spannung, Leid, Leidenschaft und auch politisches Anliegen gesorgt sei, zitiert die Zeitung aus der Begründung der Stadt Kassel und der Stiftung Brückner-Kühner, die den Preis vergeben.

Tobias Wellemeyer verlässt das Hans Otto Theater Potsdam

Gemeinsamer Entscheidungsprozess

29. Dezember 2016 / 5. Januar 2017. Der Vertrag des Intendanten des Hans Otto Theaters Potsdam Tobias Wellemeyer wird nicht noch einmal verlängert. Das teilt das Theater mit. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs und Wellemeyer hätten "in einem gemeinsamen Entscheidungsprozess vereinbart, dass es ab der Spielzeit 2018/2019 am Hans Otto Theater einen Wechsel der künstlerischen Leitung geben wird".

Wegen rassistischer Anfeindung verlassen vier Ensemblemitglieder Gera-Altenburg

Nicht mehr tolerierbar

28. Dezember 2016. Am Theater Altenburg-Gera haben vier Mitarbeiter bzw. Künstler ihre Verträge nicht verlängert, weil sie in der Stadt mehrfach rassistisch beleidigt worden sind. Die Nicht-Verlängerungen der Verträge erfolgten bereits im November. Dass es sich um vier Künstler handelt, wurde aber erst jetzt der breiteren Öffentlichkeit bekannt. Wie Generalintendant Kay Kuntze dem MDR Thüringen sagte, wurde beispielsweise ein gebürtiger Deutscher mit asiatischen Wurzeln mehrfach beleidigt. Kuntze habe die Opfer der Beleidigungen ermuntert, Strafanzeige bei der Polizei zu stellen. Das hätten die Betroffenen aber abgelehnt, um nicht als Opfer stigmatisiert zu werden. Auf der Theaterreise von Monika Grütters im Oktober hatte Schauspieldirektor Bernhard Stengele bereits von einem schwarzen Kollegen berichtet, der die Stadt verlassen will, weil er es satt habe, dass er und seine Familie auf dem Marktplatz angepöbelt werden.

Luisenburg Festspiele: Birgit Simmler übernimmt künstlerische Leitung

Geschichten und Geschichte

26. Dezember 2016. Die Luisenburg Festspiele im oberfränkischen Wunsiedel haben eine neue Leitung. Das berichten verschiedene bayerische Medien, darunter der Bayerische Rundfunk. Mit Birgit Simmler steht damit ab der Spielzeit 2017/18 erstmals eine Frau an der Spitze der Freilichtspiele, die auf eine fast 130jährige Geschichte zurückblicken. Die 44jährige Regisseurin und Kulturmanagerin löst den langjährigen Festivalleiter Michael Lerchenberg ab, der im August 2016 seinen vorzeitigen Rückzug erklärt hatte. Mit Verwaltungsleiter Harald Benz wird Birgit Simmler eine Doppelspitze bilden.

Marc Stefan Sickel wird Geschäftsführender Intendant in Mannheim

Von Magdeburg nach Mannheim

Mannheim, 21. Dezember 2016. Marc Stefan Sickel wird neuer Geschäftsführender Intendant und Erster Betriebsleiter am Nationaltheater Mannheim. Das meldet die Stadt Mannheim auf ihrer Internetseite. Der gebürtige Hannoveraner Sickel (Jahrgang 1975) ist ausgebildeter Rechtsanwalt und derzeit Verwaltungsdirektor und stellvertretender Generalintendant am Theater Magdeburg. Seine Arbeit in Mannheim als Nachfolger von Dr. Ralf Klöter beginnt am 1. September 2017. Eine "bedeutende Aufgabe", die in Mannheim auf Sickel zukomme, sei "die Generalsanierung des Spielhauses am Goetheplatz", teilt die Stadt mit.

Marc Lippuner wird Leiter des WABE-Haus Berlin

Vom digitalen Management ins reale

Berlin, 21. Dezember 2016. Marc Lippuner wird künstlerischer und geschäftsführender Leiter der kommunalen Berliner Kulturzentrums WABE. Das teilt der Regisseur und Kulturmanager auf seinem Twitter-Account (@lippunermarc) mit. Das WABE-Haus im Stadtteil Prenzlauer Berg deckt, laut Selbstbeschreibung auf seiner Homepage, ein breites Programmspektrum von "der Rockmusik über den Jazz bis zur Klassik, von der Kinderveranstaltung bis zum Seniorentanz, von der Lesung bis zur Theaterinszenierung, vom "Folk" -Tanz bis hin zur Tanzperformance" ab. Lippuner tritt seine Stelle zum 1. Januar 2017 an.

Hasko Weber verlängert als Intendant in Weimar bis 2023

Unermüdlicher Streiter

Weimar, 20. Dezember 2016. Hasko Weber, seit 2013 Generalintendant und Geschäftsführer des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar, hat seinen Vertrag bis 2023 verlängert. Das teilt das DNT Weimar mit.

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