von Daniela Barth
Hamburg, 19. Juli 2010. Aus einer Überfülle, wie sie das diesjährige Kaltstart-Festival mit 150 Veranstaltungen in 14 Tagen bietet, ein Bonmont heraus zu picken, bedarf es eines günstigen Winks des Zufalls. Zufällig fällt aber das zwanzigste Jubiläum der Städtepartnerschaft Hamburg-Prag in dieses Jahr. Ein Wink für Kaltstart, erstmals einen Blick über den deutschsprachigen Tellerand hinaus zu wagen und mit "Prag Spezial"-Gastspielen auf die Nachwuchstheaterszene des tschechischen Nachbarn zu werfen. Dass man mit der Deutschlandpremiere von Dea Lohers in die tschechische Sprache übertragenen Monodrama "Land ohne Worte / Zeme beze slov" zugleich einen Blick auf den jungen hoffnungsvollen Berliner Regisseur Kai Ohrem (Jahrgang 1978) werfen darf, ist indes mehr als Zufall. Er hat mit der Prager Nachwuchsschauspielerin aus Film und Theater, Ivana Uhlirova (u. a. "Sex in Brno"), Lohers Stück für die erste freie Spielstätte Prags, der MeetFactory, inszeniert.