Der Stadt den Puls fühlen

22. Januar 2025. Nach dem Anschlag, vor der Bundestagswahl: In Magdeburg fragt der Theaterpodcast, wie die Trio-Leitung des Schauspiels sich in der Stadt verankert. Welche Geschichten wollen sie erzählen? Ein Vor-Ort-Gespräch mit den Schauspieldirektor*innen Clemens Leander und Clara Weyde sowie dem frisch zum Theatertreffen eingeladenen Autor und Regisseur Jan Friedrich.

Von Susanne Burkhardt und Elena Philipp

Selbstvergewisserung am Magdeburger Hauptbahnhof © Elena Philipp

22. Januar 2025. Magdeburg ist noch traumatisiert vom Anschlag auf den Weihnachtsmarkt mit sechs Toten im Dezember 2024. Wie positioniert sich das Schauspielhaus in dieser Zeit, inwieweit kann es der Ort gesellschaftlichen Zusammenhalts sein, als den sich Theater begreifen? Clara Weyde und Clemens Leander vom Leitungstrio des Schauspiels – nur Bastian Lomsché fehlt – sprechen über ihre Vorhaben und die Erfahrungen in Magdeburg.

Wie sie Stoffe entwickeln und aktuelle Themen aufgreifen, wird an Jan Friedrichs "Onkel Werner" ansichtig, dem auf die Zeitläufte hin überschriebenen Tschechow-Klassiker "Onkel Wanja". In Friedrichs Version wird nicht melancholisch über das Vergehen von Gewohntem räsonniert, sondern hier entlädt sich Frust auch mal in rechten Parolen. Ist die Inszenierung mit ihrem "Wutbürger" Werner im Zentrum ein Sinnbild für die allgemeine gesellschaftliche Ratlosigkeit?

 

 In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur.

 

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