Rede an die Nachgeborenen (nachjustiert)

26. Februar 2025. Vor einem Jahr starb René Pollesch. Einer der prägenden Theaterkünstler unserer Zeit. Er fehlt. Zu seinem ersten Todestag veröffentlichten wir mit Genehmigung des Rowohlt Theater Verlags für 24 Stunden einen seiner späten Texte, ein Vermächtnis, frei nach Bertolt Brecht: "Rede an die Nachgeborenen (nachjustiert)".

Von René Pollesch

René Pollesch auf Proben zu " Soylent Green ist Menschenfleisch, sagt es allen weiter!" mit den Inga Busch und Catrin Striebeck, 2003 im Prater der Volksbühne © David Baltzer / bildbuehne.de

26. Februar 2025. Der Text "Rede an die Nachgeborenen (nachjustiert)" von René Pollesch stand auf nachtkritik.de anlässlich des ersten Todestages des Dramatikers für 24 Stunden online. Er spricht über die multiplen Krisen der Gegenwart: über die ökologische Krise (Klimawandel, Ökozid), über die medizinischen Krisen (Corona) und über die neuen militärischen Bedrohhungen und wie sie in das Leben heute und in die Zukunft der Menschen eindringen. Eine Passage aus dem Text fand als "Zitat der Woche" Eingang in den Newsletter von Janis El-Bira:

"Gedenkt unsrer
Was den kompletten Planeten betrifft
Waren wir
Eine Gefahr für
Jeden anderen
Und jeder andere für
Uns."

Wir danken dem Rowohlt Theater Verlag für seine Erlaubnis zur temporären Veröffentlichung des Textes. Einzelne Passagen der "Rede an die Nachgeborenen (nachjustiert)" sind in Theaterstücke von René Pollesch eingegangen (etwa "Geht es Dir gut?"). Alle Besprechungen zu Stücken von René Pollesch seit Gründung von nachtkritik.de im Mai 2007 stehen im Lexikoneintrag von René Pollesch aufgelistet.

 

René Pollesch, geboren 1962 in Friedberg/Hessen und gestorben am 26. Februar 2024 in Berlin, war einer der wichtigsten Autoren und Regisseure der Gegenwart. Von 2021 bis zu seinem Tod 2024 leitete er die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin. Im Video zu unserer Reihe "Neue Dramatik in 12 Positionen" spricht Pollesch über seine Arbeit.

"Rede an die Nachgeborenen (nachjustiert)" Copyright © René Pollesch c/o Rowohlt Theater Verlag, Hamburg. Den Text trug Martin Wuttke auf der Gedenkfeier "Schmeiß dein Ego weg und feier was du liebst. Für René" am 25. April 2024 vor. Teile der Rede fanden auch Eingang in den Volksbühnen-Abend "Geht es Dir gut?".

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