Presseschau vom 25. März 2014 - Die Welt über Stücke zum 1. Weltkrieg
Zum Weltkrieg nichts Neues
25. März 2014. Die Urkatastrophe der Moderne sei überraschend wenig im Theater behandelt worden, konstatiert Matthias Heine in der Welt. Ja, Karl Kraus’ "Die letzten Tage der Menschheit", das jetzt überall hervorgeholt wird (zum Beispiel in Dresden). Aber sonst? Toller, von Unruh und Konsorten seien den Theatermachern von heute zu pathosgeladen. "Man könnte jetzt natürlich Stückaufträge vergeben und die benötigten Texte bei Autoren von heute bestellen. Aber wer soll die liefern? Ein Verdun-Drama von René Pollesch? Eine elegante Komödie über die Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk von Moritz Rinke? Marius von Mayenburg über Klaustrophobie im U-Boot-Krieg? Kaum vorstellbar. Aktuelle deutsche Dramatiker sind gut bei Gegenwartsstoffen, aber geschichtsscheu."
Presseschau vom 25. März 2014 - Die Berliner Zeitung über die Burgtheater- als Stadttheaterkrise
Apparat frisst Kunst
25. März 2014. In der Berliner Zeitung macht Dirk Pilz als den eigentlichen Schaden, den die Burg-Krise anrichtet, den enormen Imageverlust des Stadttheaterbetriebs insgesamt aus. "Österreich und Deutschland sind in Theaterbelangen nicht geradewegs zu vergleichen, aber hier wie da kämpft das öffentlich bezuschusste Stadttheater mit Strukturproblemen, die seine Substanz bedrohen: zum Spar- kommt der Legitimationsdruck." Sinkende Zuschauerzahlen um gut eine Million pro Jahrzehnt drückten "vor allem die Tatsache aus, dass die Häuser längst nicht mehr der Hauptanbieter von Kultur in einer Stadt sind. Es ist jenes Bedeutungsgefälle verschwunden, das den Theatern über Jahrzehnte zugute kam: Dass der Besuch eines Popkonzerts oder einer Zirkusshow etwa kulturell irgend niederrangiger sei, gilt für die Mehrheit längst nicht mehr."
Presseschau vom 14. März 2014 - "Die Welt" über Zensurmaßnahmen gegen das Theater in der Türkei
Geld nur noch für sittliche Werte
14. März 2014. In der Tageszeitung Die Welt (14.3.2014) berichtet Cigdem Toprak über aktuelle Zensurmaßnahmen gegen Theatermacher in der Türkei. Die von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geführte AKP-Regierung beabsichtige die Privatisierung der Staatstheater und die Errichtung eines staatlichen Kunstrates, von dem Kritiker umfangreiche Eingriffe in das Kunstschaffen erwarteten.
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