Presseschau vom 14. März bis zum 3. April 2012 - Der Kulturinfarkt beschäftigt die deutschsprachige Presselandschaft
Doppelte Aufregung um die Hälfte
März / April 2012. Allein der Vorgeschmack dessen, was noch kommen wird, sorgt für Aufregung. Im SPIEGEL (12.3.2012) stellen die vier Autoren des Buches "Der Kulturinfarkt" (Erscheinungsdatum 20. März, hier unsere Besprechung) schon mal ihre Thesen vor. Und darunter findet sich die zentrale Frage: "Was wäre, wenn die Hälfte der Theater und Museen verschwände, einige Archive zusammengelegt und Konzertbühnen privatisiert würden? 3200 statt 6300 Museen in Deutschland, 70 staatliche und städtische Bühnen statt 140, 4000 Bibliotheken statt 8200 – wäre das die Apokalypse?"
Presseschau vom 8. März 2012 – Das Neue Deutschland zum 90. Geburtstag des Dramatikers Heinar Kipphardt
Ein querköpfiger Materialist
8. März 2012. Heute wäre der Dramatiker Heinar Kipphardt neunzig Jahre alt geworden, der 1982 viel zu früh gestorben ist. Seitdem sind Kipphardt und sein Werk ein wenig in Vergessenheit geraten, das doch einmal viel gespielt auf deutschen Bühnen war, erst im Osten und später im Westen, wo Kipphardts dokumentarisches Stück "In der Sache J. Robert Oppenheimer" ihm kurzzeitig Weltruhm einbrachte. Zum 90. Geburtstag schreibt im Neuen Deutschland Hans-Dieter Schütt einen Text zur Erinnerung an den Mann, der von 1950-1959 Chefdramaturg an Wolfgang Langhoffs Deutschen Theater in Berlin gewesen ist.
Presseschau vom 6. März 2012 - Die taz über den Afrika-Schwerpunkt am Theater Konstanz
Unterschiedliche Erkundungsstrategien
6. März 2012. In der heutigen taz schreibt Katrin Bettina Müller über den Afrika-Schwerpunkt des Theaters Konstanz. Die beiden letzten zwei Premieren in diesem Kontext sind aus ihrer Sicht symptomatisch für die unterschiedlichen Erkundungsstrategien des Programms: das Stück des kongolesischen Autors Kokouvi Dzifa Galley über das Stranden zweier Afrikaner auf dem Weg nach Europa 'Ein Schritt voraus" und 'Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner' von Ingrid Lausund, eine Komödie über Helfersyndrome und Afrika-Klischees. Das Konstanzer Publikum, schreibt Müller auch, folge der Setzung des Programms bisher mit Interesse.
Presseschau vom 2. März 2012 − Zürcher Kritikerin Alexandra Kedves sieht ein Revival des politischen Theaters
Politisch, aber verspielter als früher
2. März 2012. Zu Beginn ihres Artikels in der Berner Zeitung Der Bund (28.2.2012) beschreibt die Zürcher Theaterkritikerin Alexandra Kedves eine Szene aus Anna Mendelssohns "Cry me a river", in der die Performerin sich mittels eines Tränenstiftes selbst zum Weinen bringt, "die längsten und schmerzlichsten anderthalb Minuten, die man im Theater seit langem erleben konnte": "Künstlich fabrizierte Tränen, aber nichts ist authentischer als dieses Spiel."
Presseschau vom 1. März 2012 − Portrait des Volksbühnen-Schauspielers Frank Büttner ausgerechnet in einer kirchlichen Zeitschrift
Der Schauspieler und sein Überlebenshelfer
1. März 2012. Ein langes, berührendes Portrait des Volksbühnen-Schauspielers Frank Büttner hat Holde-Barbara Ulrich für die März-Ausgabe des evangelischen Magazins Chrismon geschrieben.
Seite 82 von 92
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
neueste kommentare >
-
Die Quelle, Wien Claquere unterwegs
-
Leser*innenkritik Black Rider, SHL Flensburg
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Sagenhaft gut
-
Die Quelle, Wien Bitte weitermachen
-
Fräulein Else, Wien Danke!
-
Über die Notwendigkeit, ... , Wiesbaden Super Abend
-
Fräulein Else, Wien Phänomenal
-
Irgendetwas ist passiert, Berlin Lauwarm
-
Theaterpodcast Investigativtheater Aufklärung?
-
Quelle, Wien Frontalunterricht




