bücher
Theater in Deutschland 1945 - 1966 - Günther Rühle setzt seine eigenwillige Theatergeschichte fort
Erzähltes Theater
von Nikolaus Merck
März 2015. Günther Rühles zweiter Band zum "Theater in Deutschland", diesmal das zwischen 1945 und 1966 in den Blick nehmend, beschäftigt sich mit dem Wiederaufbau der Theaterhäuser und Ensembles und der Rekonstruktion des Theatersystems, wie es die Nazis bei der Schließung aller Spielstätten 1944 hinterlassen hatten. Und mit der Wiedergewinnung der Errungenschaften der zwanziger Jahre: Bertolt Brecht und Fritz Kortner entwickeln einen neuen Realismus der Bühne, Erwin Piscator re-politisiert das Theater und befreit die Szene von der Allmacht des Wortes. Das Buch bietet 1.200 Seiten Text, 300 Seiten Anhang, Bilder gibt es keine. Die Erzählung schöpft aus dem "unmittelbaren Erleben" (Rühle) der Theaterkritiker, ergänzt um Biographien, Briefe, Archivalien. Der Autor schreibt, als sei er, ein Gott des Theaters, bei allen Aufführungen, die er schildert, selbst Augenzeuge gewesen.
Zum fünften Todestag von Jürgen Gosch - Eine Gosch-Monografie von Tobias Hockenbrink
Alles Leben hinterlässt Spuren
von Sophie Diesselhorst
11. Juni 2014. Neulich im Deutschen Theater Berlin bei Idomeneus nach Roland Schimmelpfennig, der letzten Inszenierung, die Jürgen Gosch vor seinem Tod im Juni 2009 zur Premiere bringen konnte. Fünf Jahre zählt sie, ein biblisches Alter für eine Theaterproduktion. Irgendwann wird sie abgesetzt werden. Ganz voll war es im März 2014 schon nicht mehr.
Junge Stücke - Ein Band zur jungen deutschen Dramatik von Andreas Englhart und Artur Pełka herausgegeben
Souveränität wegnehmen
von Christian Baron
21. Juli 2014. Glaubt man Florian Kessler, dann ist die deutsche Gegenwartsliteratur zu brav und zu konformistisch. Eine Erklärung, woran das liegt, schob der Kulturjournalist in seinem viel diskutierten Kommentar in der "Zeit" zu Anfang des Jahres auch gleich nach: Jene durch die Schreibschulen von Leipzig bis Hildesheim ausgespuckte Generation junger Autorinnen und Autoren entstamme einem saturierten Mittelklasse-Milieu. Mangels Lebenserfahrung dominiere daher belangloses Gedöns die literarische Republik; relevante Welthaltigkeit sei praktisch inexistent. Gewiss nicht bewusst, aber doch sinnvoll reiht sich eine soeben erschienene wissenschaftliche Publikation in die daraus entstandene hitzige Feuilleton-Debatte ein.
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