Medienschau: Der Standard – Gesetzesänderung nachteilig für Künstler*innen

Armutsfalle für Künstler*innen?

Armutsfalle für Künstler*innen?

14. November 2025. Am 1. Januar 2026 tritt in Österreich ein Gesetz in Kraft, welches das ohnehin prekäre Verdienstmodell freischaffender Künstler*innen weiter prekarisieren könnte. Das berichtet Der Standard.

Mit der Neuregelung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AlVG) soll ab 2026 kein Zuverdienst zu AMS-Bezügen mehr erlaubt sein. Mit den Bezügen des Arbeitsmarktservices (AMS) überbrücken dem Standard zufolge freie Künstler*innen jedoch, wie in ihrem Sektor üblich, Phasen ohne Aufträge oder zwischen zwei Engagements oder gleichen eine geringfügige Bezahlung aus. Mit der Gesetzesänderung werde ein Zuverdienst zu AMS-Bezügen, etwa Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe, bis auf wenige Ausnahmefälle untersagt.

Ziel der neuen Regelung ist es, Menschen in Vollbeschäftigung zu bringen. Laut Kulturrat, der für die freie Szene zuständig ist, stelle die Neuregelung Kunst- und Kulturschaffende in einem Sektor mit wenigen Festanstellungen jedoch vor existenzbedrohende Probleme. Viele Betroffene müssten dann erst recht Sozialleistungen beantragen, zitiert Der Standard Ulrike Kuner, Vorstandsmitglied im Kulturrat Österreich und Geschäftsführerin der IG Freie Theaterarbeit. Der Kulturrat warnt vor einer "Armutsfalle" für Künstler*innen und fordert die Rücknahme der Gesetzesänderung.

(Der Standard / eph)

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