Medienschau: FAZ – Lars Eidinger als Fotograf
"Wer da?"
"Wer da?"
2. September 2024. In Düsseldorfer ist zur Zeit eine Ausstellung mit Fotos des Schauspielers Lars Eidinger, die im FAZ-Feuilleton mit einiger Begeisterung Freddy Langer bespricht.
"Was Lars Eidinger buchstäblich überall auf dem Globus mit dem Handy festhält, nein: aufzeichnet, gleicht Kulissen des absurden Theaters, und vielleicht genügt es, die wiederkehrenden Motive aufzuzählen, um dahinter mehr zu begreifen als nur die Freude am Entdecken von Skurrilitäten und einen Moment von schwarzem Humor, sondern ein Gedankensystem," so Langner.
Lars Eidinger zählt für Langer "momentan zu den auffälligsten, geschätztesten, vermutlich auch mutigsten Darstellern Deutschlands." Seine Fotografien hätten ihm bereits zahlreiche Ausstellungen eingebracht. Auf seinem Instagram-Kanal erreichte er damit über lange Zeit hunderttausend Follower, "bis er den Account von einem Tag zum anderen schloss. Jetzt bietet ihm das Düsseldorfer Kunstmuseum K21 ein halbes Stockwerk. In großen Sälen breiten sich knapp 150 Arbeiten aus, manche im riesigen Format, kleinere zu wandfüllenden Tableaus aus dreißig und mehr gerahmten Abzügen arrangiert."
Dabei kommt Langer als Betrachter von Eidingers Fotografien kaum umhin, dessen Rollen mitzudenken: "und man würde zu gerne wissen, ob Aufnahmen aus den Straßen von Salzburg oder Berlin Fortsetzungen der Theaterrollen dort sind oder vielmehr Ablenkungen von den Bühnenauftritten, ob also ein Jedermann andere Motive sieht als ein Hamlet, denn natürlich denkt man unausweichlich 'Sein oder Nichtsein', wenn Eidinger einen Totenschädel zeigt. Aber es könnte ja schon der Beginn des Dramas um den Prinzen von Dänemark, nämlich: 'Wer da?', eine Zeit lang wenigstens den Blick zwischen zwei Aufführungen auf das Leben beeinflussen."
(FAZ / sle)
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