Medienschau: Frankfurter Allgemeine Zeitung – Sorge um Opernbauten in Deutschland
Nicht mehr kalkulierbare Kosten
Nicht mehr kalkulierbare Kosten
14. Juli 2024. Ist die Zukunft von Opernhäusern in den Städten gefährdet? Werden sie am Ende nur noch geplant und nicht mehr gebaut? In der FAZ macht sich Matthias Alexander mit Blick auf Vorhaben unter anderem in Hamburg, Stuttgart, Berlin und Frankfurt/Main Sorgen.
"Die schlechten Erfahrungen, die viele Städte mit der Sanierung ihrer Theaterbauten machen, tragen dazu bei, dass andere Kommunen inzwischen Neubauten bevorzugen," schreibt er in der FAZ (€). Besonders sorgt er sich um das Schicksal von Bauten der Nachkriegsmoderne, wo die Abrissentscheidungen oft leichter fallen, als bei Bauten, die vor 1914 entstanden. In Frankfurt etwa hätten die Stadtverordneten dem Abriss der Theaterdoppelanlage zugestimmt.
Für die Verantwortlichen in den Rathäusern und Ministerien seien finanzielle Überlegungen entscheidend, so Alexander weiter, "sie halten die Kosten und den Zeitplan von Sanierungen für nicht kalkulierbar, während sich für Neubauten sogenannte Totalübernehmer finden lassen könnten, die zum Festpreis bauen. Und die Intendanten, die sich in allen drei Fällen für die Neubauvariante aussprechen, hoffen auf bessere Arbeitsbedingungen." Neubauten hätte ausserdem den Vorteil, dass man sich in der Regel die Kosten für ein Interimsquartier spare, "oft in peripherer Lage, die mit der Gefahr verbunden ist, dass die Bindung ans Publikum verloren geht".
(FAZ / sle)
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