Medienschau: General-Anzeiger – Regie-Fehlverhalten am Theater Bonn
In der Überprüfung
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22. Juni 2024. Der Bonner General-Anzeiger berichtet über Fehlverhalten in Produktionsprozessen am Theater Bonn.
Mit acht größtenteils anonym bleibenden Mitarbeiter*innen des Hauses hat Selina Stiegler vom General-Anzeiger (€) gesprochen. "Sie berichten von cholerischen Regisseuren, die sie als grenzüberschreitend oder machtmissbräuchlich wahrgenommen haben, sowie von untätigen Verantwortungsträgern am Theater Bonn."
Im Zentrum steht ein nicht genannter Regisseur, der zu Kindern und Jugendlichen, die an seiner Produktion beteiligt waren, gesagt haben soll: "Ihr sollt alle an Corona verrecken." Der Sachverhalt liege dem Theater seit Mai dieses Jahres im Protokoll vor und werde derzeit geprüft. Wegen anderer Vorfälle mit demselben Regisseurs habe das Theater bereits eine Anwaltskanzlei aus Frankfurt beauftragt, die in ihrer Überprüfung "Fehlverhalten" feststellte, "das nach den Ergebnissen externer Prüfungen zum Handlungszeitpunkt nicht rechtswidrig gewesen sei".
Der General-Anzeiger erwähnt aus seinen Hintergrundgesprächen noch weitere Beispiele, in denen Assistierende "von cholerischen Regisseuren wie auch von Gegenständen berichtet" hätten, "die ihnen hinterhergeworfen wurden", und kommentiert: "Manche Schilderungen scheinen für Außenstehende auf den ersten Blick harmlos. Doch in der Masse sind diese für die Betroffenen belastend." Die Zeugen hätten gegenüber dem General-Anzeiger zugleich unterstrichen, dass das "Theater Bonn kein Ort der Angst sei", man arbeite gern dort, dennoch "gebe es Probleme, die angegangen werden müssten".
Für das Theater sagt die Pressesprecherin dazu: "Das Theater Bonn ist ein Betrieb mit mehreren Hundert Mitarbeitern. In keinem Betrieb dieser Größenordnung kann grenzüberschreitendes oder machtmissbräuchliches Verhalten grundsätzlich ausgeschlossen werden."
(General-Anzeiger / chr)
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