Medienschau: Süddeutsche Zeitung – Berlins Kultur-Sparvorgaben

Sparen ist das neue Normal

Sparen ist das neue Normal

11. November 2025. In den kommenden beiden Jahren liegt das Sparvolumen des Berliner Kulturetats bei weiteren 130 Millionen Euro. 2024 war das Auslöser für Proteste. Und diesmal? Fragt Peter Laudenbach in der Süddeutschen Zeitung. 

"In diesem Jahr ist der Kulturetat bei einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro um 133 Millionen Euro gesunken. In den kommenden beiden Jahren liegt das Sparvolumen nach Planung der Kulturverwaltung insgesamt bei weiteren 130 Millionen Euro – 74 Millionen in 2026, 56 Millionen in 2027. Damit spart der Senat im Kulturressort überproportional", fasst Peter Laudenbach in der Süddeutschen Zeitung die Situation zusammen. "Es bleibt ungemütlich." Und die Auswirkungen werden deutlicher als bisher zu spüren sein.

Am Ende heißt das: weniger Stellen, weniger Gast-Engagements und weniger Arbeit für Freiberufler. "Das Sparen wird nach unten durchgereicht." Ein anderer Anpassungsprozess finde eher schleichend statt und muss nicht unbedingt nur schlecht sein: "konsequente Orientierung am Publikumszuspruch und einem hohen Einnahmesoll." Obwohl also die Einschnitte mit einiger Härte weitergehen, bleibe diesmal die große Protestwelle aus "– und das ist vielleicht die eigentliche Neuigkeit".

(sueddeutsche.de / sik)

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