Medienschau: SZ – Über die "Publikumsbegrüßung" in München
Warum Theater - und für wen?
Warum Theater - und für wen?
30. Oktober 2023. Sechs Stunden lang diskutierten Theatermacher- und Zuschauer*innen am vergangenen Freitag an der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München. "Das Publikum, das angeblich so oft wegbleibt, zeigt sich rasend interessiert", heißt es in der SZ über die Diskussionsrunde.
Eines werde an dem Abend (auf nachtkritik.plus live übertragen) deutlich: "Der Grund, weshalb die Leute ins Theater gehen, sind die Menschen, die dort oben auf der Bühne stehen", so Egbert Tholl in der Süddeutschen Zeitung.
Der große Saal der Akademie war überfüllt, das Publikum hoch emotionalisiert, die Veranstaltung dauerte von 18 Uhr bis Mitternacht. "Nimmt man dieses Interesse als Symptom, dann steht es keineswegs schlecht ums Theater." Und dann diese Publikumsvertreter, allesamt großartig, so Tholl.
Die Veranstaltung sei kein langer Abend über die Münchner Kammerspiele gewesen, "und doch schwebt das Nachdenken über deren gegenwärtigen Zustand immer im Raum. Ganz kurz wird auch auf deren Wahrnehmung in den Medien rekurriert, aber das huscht vorüber, die Kritik an sich soll Gegenstand einer kommenden Veranstaltung werden".
Für Tholl bleibe als Resümee "dieses überbordenden, nicht auf ein Ziel hin ausgerichteten Abends: Die Leute lieben Theater, sie lieben Schauspieler, sie wollen aber gemeint sein, nicht veräppelt werden. Sie wollen auch keine kunstfernen Welterklärungsdiskurse. Liebe Bühnenhäuser, besinnt euch auf euren Stolz - und macht das, was ihr am besten könnt: Theater. Dann klappt es auch mit dem Publikum."
(sueddeutsche.de / nachtkriitk.plus / sik)
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