Medienschau: Tages-Anzeiger – Interview: Kim de l'Horizon auf der Bühne
Ein überschaubares Medium
Ein überschaubares Medium
16. Februar 2024. Demnächst steht Kim de l'Horizon erstmals auf der Bühne für eine freie Inszenierung seines preisgekrönten "Blutbuch". Regie am Schauspiel Zürich beim "Blutstück" führt Leonie Böhm. Im Vorfeld sprechen beide mit dem Tages-Anzeiger.
"Statt die Geschichte der Figuren und ihrer Konflikte einfach nachzuerzählen, wollen wir das Ringen mit den Machtverhältnissen, den Tabus, der Scham und der Gewalt – das im Buch ja auch auf einer formalen Ebene geschieht – in eine körperliche Form übersetzen", gibt Kim de l'Horizon der Interviewerin Alexandra Kedves zu Protokoll.
Leonie Böhm spricht über ihre Praxis und lobt Theater als Nischenkunst: "Früher, im Studium, gab es immer wieder Kommilitonen, die dachten, wir sollten so viele Menschen wie möglich ins Theater holen. Ich finde toll am Theater, dass es ein überschaubares analoges Medium bleibt. Es darf natürlich trotzdem kein hermetisches Selbstbespiegelungsding sein. Aber wenn wir beim Theatermachen aufrichtig versuchen, uns miteinander in gesellschaftliche Prozesse hineinzubegeben oder ein ehrliches Gespräch miteinander zu führen, dann hat es sich schon gelohnt."
(Tages-Anzeiger / chr)
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