Presseschau vom 14. März 2016 – Deutschlandradio liest die kulturpolitischen Wahlprogramme der AfD
Vorwärts zum Nationalistischen Realismus
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14. März 2016. Nun, und wen haben wir da gewählt? In Baden-Württemberg mit 15,1 %, in Rheinland-Pfalz mit 12,6 % und in Sachsen-Anhalt mit 24,2 %, - und bald auch in Berlin, am Rhein, in München und überall? Arno Orzessek schreibt auf der Website von Deutschlandradio (12.3.2016) über das kulturpolitische Programm der Alternative für Deutschland (AfD).
"Durch Deutschland muss ein Ruck gehen, und zwar ein tüchtiger Rechtsruck", auf dieses "Ansinnen" ließen sich die Landes-Wahlprogramme der AfD verknappen. Was die angestrebte geistige Wende für Kunst, Wissenschaft, Bildung und Medien bedeuten würde, führt die AfD Sachsen-Anhalt aus, die der "Kulturpolitik" eine eigene Passage gewidmet habe.

Da gebe es die "Pflege der deutschen Leitkultur" selbstredend genauso wie die Forderung nach "identitätsstiftender Kulturpflege statt nichtssagender Unterhaltung". Auch die Lust am positiven Leitbild bleckt heftig die Zähne. "Museen, Orchester und Theater sind in der Pflicht, einen positiven Bezug zur eigenen Heimat zu fördern. Die Bühnen des Landes Sachsen-Anhalt sollen neben den großen klassischen internationalen Werken stets auch klassische deutsche Stücke spielen und sie so inszenieren, dass sie zur Identifikation mit unserem Land anregen."
Wer allerdings künftig über den Identitätsstiftungs-Gehalt der Kunst entscheiden soll, verschweige das Wahl-Programm. "Und es verrät auch nicht, mit welchen Repressalien Regisseure zu rechnen hätten, deren Inszenierungen etwa durch liberale Weltläufigkeit oder gar freche Gesellschaftskritik auffallen."
(jnm)
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