Presseschau vom 22. Oktober 2013 – Interviews mit Matthias Hartmann in der Kronen-Zeitung und im Spiegel

Bitte vorher fragen

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22. Oktober 2013. Nachdem Matthias Hartmann bereits der Kronen-Zeitung (online: 19.10.2013, 16:00) im Interview in Sachen Billeteur versichert hatte, dass er "Sympathie mit diesem Mann" habe und "mit ihm reden" werde, da "sein Anliegen" wichtig sei, beteuert er jetzt auch gegenüber dem Spiegel (21.10.2013): "Das Burgtheater schätzt die Arbeit der Platzanweiser, die seit vielen Jahren das Gesicht des Hauses prägen." Bezüglich der Aktion von Christian Diaz sei man allerdings "lieber vorher gefragt worden". Dennoch sei man "zu jedem Dialog bereit".

Befragt nach dem Problem des Outsourcings, variiert Hartmann die erste Burgtheater-Stellungnahme zur Causa: "Wer nach der Gerechtigkeit in einer globalisierten Wirtschaft fragt, muss wie bei Albert Camus als 'Mensch in der Revolte' dauernd sein Gewissen befragen, auch beim Tanken und beim Kleidungskauf." Er würde, so erklärt Hartmann, "die G4S gern bitten, das Dienstverhältnis mit dem wortgewandten Aktivisten zu verlängern". Dieser sei allerdings "nicht auffindbar". Man müsse davon ausgehen, "dass er sich nur für diese Aktion hat anstellen und einteilen lassen".

 

(Anm. der Redaktion/ape:
nachtkritik.de hatte keine Schwierigkeiten, Christian Diaz per E-Mail zu kontaktieren, eine extra eingerichtete Adresse ist auf dem Tumblr-Blog burg4s hinterlassen. Des Weiteren stellte Christian Diaz bereits am vergangenen Freitag gegenüber nachtkritik.de klar, dass er – entgegen der Mutmaßung Hartmanns – bereits "zwei Jahre hintereinander als Billeteur tätig" war, mit Beginn dieser Saison lediglich ans Akademietheater wechselte und während des Kongresses "nicht im Dienst" war. Am Nachmittag teilte er mit, das Burgtheater habe ihn am Montag, den 21.10., kontaktiert und einen Termin für ein Gespräch vereinbart.)

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