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Aus für "Foreign Affairs" der Berliner Festspiele

Neues Stichwort: Immersion

Berlin, 10. März 2016. Die Berliner Festspiele werden ihr Performing Arts Festival "Foreign Affairs" nicht in der bisherigen Form weiterführen. Kurator Matthias von Hartz scheidet nach der diesjährigen Ausgabe (vom 5. bis 17. Juli 2016) aus. Ein neues Format, das an die Stelle des Festivals tritt, ist nach Angaben der Berliner Festspiele derzeit in Planung.

Auf Anfrage von nachtkritik.de erklärten die Berliner Festspiele: "'Foreign Affairs' wird ab 2017 mit einem neuen Projekt, das sich dem Thema 'Immersive Arts' widmen wird, zu einem neuen Format transformiert. Auch dieses Format soll beide Häuser der Berliner Festspiele bespielen. Bereits 2012 wurde aus dem Festival 'Spielzeit Europa' das zwischen Performing Arts und bildender Kunst angesiedelte Festival 'Foreign Affairs'. Diese Entwicklung wird nun fortgesetzt – ein erstes Projekt des neuen Formats wird im Herbst dieses Jahres präsentiert. Zurzeit finden Gespräche und konkrete Planungen zur Weiterentwicklung statt, über die Ergebnisse informieren wir zu einem späteren Zeitpunkt."

Der Begriff der "Immersion", wie er in "immersive arts" auftaucht, meint das imaginative "Eintauchen" in künstliche Welten und ist insbesondere in den Game Studies (Computerspieltheorie) gebräuchlich.

(chr)

 

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Kommentare  
Aus für Foreign Affairs: immer quätscher
Der Quatsch wird immer quätscher die bis er quietscht.
Aus für Foreign Affairs: Neoliberalismus?
Warum wird wieder einmal eingestampft, was erfolgreich ist? Da hat sich in relativ kurzer Zeit ein Profil aufgebaut, mit einigen guten Setzungen. Und jetzt wieder ein neues "Format". Als hätte sich diese Gier nach Formaten nicht längst totgelaufen. Kultureller Neoliberalismus pur.
Aus für Foreign Affairs: Dercons Teppich
Räumt da wohl "Foreign Affairs" das Feld, damit Chris Dercon für sein ähnliches Konzept zwischen Performing Arts und bildender Kunst an der Volksbühne ab 2017 keine Konkurrenz fürchten muss? Dem Mann wird hier wirklich in jeder Hinsicht der rote Teppich ausgerollt.
Aus für Foreign Affairs: Nein
@3 Die Berliner Festspiele sind ein Haus des Bundes und die Volksbühne wird vom Land Berlin betrieben. Also nein! Woher kommt eigentlich diese Denkfaulheit, dass alles zu einer Verschwörungstheorie mit Dercon im Mittelpunkt gemacht werden muss.
Aus für Foreign Affairs: Roter Teppich?
#3. würde sagen ja. Roter Teppich allerdings nicht. Und in jeder Hinsicht erst recht nicht.
Aus für Foreign Affairs: interessant für Sponsoren
@4: Mag sein, dass #3 spekulativ fragt, aber - der Diskussionsklarheit halber bleibt festzuhalten - dass das Geld aus verschiedenen Töpfen kommt, bedeutet noch lange nicht, dass man vollkommen unabhängig von einander agiert oder agieren kann.

Aus der ZEIT:
- Frage: Jetzt plötzlich ist sogar Theater für Sponsoren interessant?
- Dercon: Ja, und da war die Arbeit der Volksbühne wegweisend. Aber nicht nur: Wenn ich mit Museumsleuten über Berlin spreche, dann auch über das HAU, Tanz im August, die Berliner Festspiele. Aber immer wieder geht es um die Volksbühne. Sie ist ein deutsches Produkt, wie Gerhard Richter.
Quelle: http://www.zeit.de/kultur/2015-04/volksbuehne-berlin-chris-dercon
Aus für "Foreign Affairs": erleichtert
Da wird sich aber Gerhard Richter, wo immer er ist, freuen, dass er selbst als Person Produkt ist. Und zwar ein deutsches. Und wie erleichtert dürfen die Deutschen sein, wenn das ein GB-museums-erfahrener Belgier ihnen versichert!
Aus für "Foreign Affairs": erklärtermaßen keine Dopplungen
Da gibt es doch gar nichts zu spekulieren. Monika Grütters hat im Zuge der Benennung von Dercon ganz ausdrücklich gesagt, dass der Bund durch die Doppelung in der Programmatik von Volksbühne und Festspiele seine Konsequenzen ziehen wird.
Aus für Foreign Affairs: seine? keine!
keine? SEINE! ;)
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