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Autor und Ex-PEN-Vorstand Heinrich Peuckmann verstorben
Heinrich Peuckmann im Yu-Garden in Shanghai 2006 © Lukas Peuckmann / Wikimedia CC BY-SA 3.0
4.März 2023. Der Schriftsteller und ehemalige Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland Heinrich Peuckmann ist am gestrigen 3. März 2023 im Alter von 73 Jahren verstorben, teilt der Schriftstellerverband PEN ("Poets, Essayists, Novelists") mit.
Heinrich Peuckmann wurde 1949 in Kamen bei Dortmund geboren. Nach seinem Studium der Germanistik, Geschichte und Evangelische Theologie in Bochum arbeitete er als Lehrer. Bereits früh engagierte er sich im sozialen und kulturellen Umfeld, so auch für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Neben seiner Mitgliedschaft im PEN-Zentrum Deutschland gehörte er dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie den Autorenvereinigungen "Das Syndikat" und "Die Kogge" an.
Peukmann verfasste ab 1984 Gedichte, Essays, Romane für Kinder und Jugendliche wie für Erwachsene und Theaterstücke, darunter das 1991 in Lünen uraufgeführte Stück "Natal" (mit Horst Hensel). Sein Opernlibretto "Annette und George" (ebenfalls mit Horst Hensel verfasst) kam 1999 am Theater Münster heraus.
2013 wurde Peuckmann ins Präsidium des PEN Deutschland gewählt, zunächst als Beisitzer, ab 2019 als Generalsekretär. Das Amt legte er nach dem Richtungsstreit des PEN mit dem kurzzeitigen Präsidenten Deniz Yücel und dem Eklat bei der Tagung in Gotha 2022 nieder.
"Heinrich, der Bergmannssohn, war heimatverbunden, was man ihm an seinem Mut zur dialektnahen Sprache anhörte. Gerade deshalb hatte er ein Herz für Menschen, die ihre Heimat verloren haben", schreibt der PEN in seiner Würdigung.
(PEN-Zentrum Deutschland / chr)
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