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Berlin: Neue Anlaufstelle gegen Antisemitismus in der Kultur

28. Februar 2025. Die neue Berliner Anlaufstelle "Open Arts Hub Berlin" für Strategien gegen Antisemitismus in Kunst und Kultur hat ihre Arbeit aufgenommen, das teilt die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Presseaussendung mit. Angekündigt war die Gründung der Beratungsstelle bereits vergangenen August, unklar war bisher noch, wer die Trägerschaft übernimmt. Das hat sich jetzt geklärt.

Das "Open Arts Hub Berlin – Strategien gegen Antisemitismus in Kunst und Kultur" läuft in der Trägerschaft des OFEK e.V. und des Instituts für Neue Soziale Plastik e.V. Nach Worten von Kultursenator Joe Chialo (CDU) ist es die erste Institution dieser Art bundesweit.

Die Beratungsstelle richtet sich zum einen an Künstler, die angefeindet oder diskriminiert werden. Wegen der angespannten Lage bekämen jüdische und israelische Künstler derzeit weniger Aufträge, zitiert die Süddeutsche Zeitung Joe Chialo auf Basis von dpa. Denn Institutionen zögen es vor, sich dem Konflikt nicht auszusetzen.

Andererseits können sich Theater, Museen oder Filmemacher beraten lassen, um in Werken antisemitische Stereotype oder Untertöne zu vermeiden. Auch bei Befürchtungen eines Boykotts oder Konflikten könnten Künstlerinnen und Künstler die Anlaufstelle kontaktieren.

Finanziert werde die Beratungsstelle mit rund 500.000 Euro aus dem Projektfonds gegen Antisemitismus.

(www.berlin.dewww.sueddeutsche.de / sik)

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