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Berliner Ensemble versteigert Übernachtung im Theater
Geschichtsträchtige Bühne: Wer auf den Brettern des BE nächtigen möchte, muss auf Ebay mitbieten © Moritz Haase
14. Januar 2025. Das Berliner Ensemble versteigert einmalig eine Übernachtung Ende Januar auf der Bühne des Großen Hauses, meldet das traditionsreiche Theater, an dem Bertolt Brecht und Helene Weigel wirkten und "Die Dreigroschenoper" zur Uraufführung kam. Die Versteigerung läuft ab sofort auf der Plattform Ebay mit einem Einstiegsgebot von 250 Euro. Bis 20. Januar können Gebote abgegeben werden.
Die meistbietende Person erhält die Möglichkeit, vom 28. auf den 29. Januar 2025 in einem eigens aufgestellten Bett aus dem Möbelfundus des Berliner Ensembles auf der ansonsten leeren Bühne zu zweit bzw. mit einer Familie aus bis zu 5 Personen zu schlafen. Das Übernachtungsevent findet nach Vorstellungsende der Produktion Der kaukasische Kreidekreis um ca. 21.30 Uhr bis 8.00 Uhr des Folgetages (Schichtbeginn der Bühnentechnik) statt. "Zum Schlafengehen bekommen die Gäste ein Gute-Nacht-Gedicht eines Ensemblemitglieds vorgetragen. Am Morgen des 29. Januar erhalten sie nach dem Check-Out ein exklusives Frühstück in der Kantine des Berliner Ensembles zusammen mit BE-Intendant Oliver Reese", heißt es in der Pressemitteilung.
BE-Intendant Oliver Reese erklärt die Aktion mit der Suche nach "neuen Einnahmemöglichkeiten" als Konsequenz aus den vom Berliner Senat beschlossenen Mittelkürzungen im Kulturbereich.
(Berliner Ensemble / chr)
- Hier läuft die Versteigerung auf Ebay.
- Mit einer ungewöhnlichen Finanzierungsaktion fiel unlängst auch das sächsische Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz und Zittau auf: Es wollte seinen Theaternamen an Sponsoren verkaufen. Die Aktion wurde inzwischen erfolglos beendet.
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Warum macht das Herr Reese nicht auch selbst? Er bekommt ja schliesslich den höchsten Lohn am Haus..
Allerdings ohne Gedicht zur Nacht und ohne Frühstück um acht, mit dem Intendanten.
Sechs Stunden Castorf hatten sich da schon gelohnt.
Wäre doch schön der Kultursenator Joe die Traute hätte, bei so einem "Geschenk" mitzubieten.
Und beim gemeinsamen Frühstück dürfen alle rein, nicht nur die Intendanzen.
Ein Haus voller Fragenden und sich Sorgenden.
Ach so, der Terminplan lässt es nicht zu.
Dann wohl besser nicht.
Macht auch keinen Sinn,
verstehe.
Wozu nochmal Zusammenhalt?
Ach der... !
Aber das bringt doch Nichts,
nicht einmal in hundert Jahren.
Sehen wir uns, mit aller zur verfügenden Herzlichkeit und mit dem Glauben an das, was wir als Kulturschaffende, jedem Land gegeben haben.
Eines der Feigenblätter die geduldet, aber nie dem Mehrwert unterlegen waren.
Bezahlte Clowns.
Sie merken aber schon, dass sie selber inhaltsleer nörgeln?
hört sich doch nett an.
Wieviele Gäste passen wohl in die VB?
Mit 1.500 pro Nacht ( exklusive Intendanz) und 5 Sterne Bewertung (s.o.) geht’s doch steil bergauf.