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Berlin gibt mehr Geld für Projekte mit Geflüchteten

Reaktion auf die letzten Monate

Berlin, 29. Januar 2016. Der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung wird 2016 um 500.000 Euro auf 2.500.000 Euro erhöht, um zusätzliche Projekte mit und von Geflüchteten fördern zu können. Die Erhöhung erfolgt auf Initiative des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller und der Bildungssenatorin Sandra Scheeres, das teilt die Pressestelle der Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten mit.

Kulturstaatssekretär Tim Renner wird zitiert: "Die Antragslage der letzten Monate spiegelt den großen Bedarf an Projekten, die mit und von Geflüchteten gestaltet werden, Diversität in der Gesellschaft fördern und künstlerische Innovation beflügeln. Vielerorts trägt dies auch bereits Früchte, gleichzeitig aber steigen die Anforderungen an die Projekte. Darauf antworten wir."

Gefördert werden künstlerisch-kulturelle Projekte mit aktiver Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 27). Über die Anträge entscheiden eine Jury und ein Beirat. Alle Projekte müssen von Kunst- und Kulturpartnern mit Bildungs- oder Jugendpartnern gemeinsam entwickelt werden. Vorhaben, die einen aktiven und wertschätzenden Umgang mit Diversität verfolgen und solche, die auf die strukturelle Benachteiligung von Teilnehmenden und Künstler*innen mit Migrations- und Fluchterfahrungen reagieren, werden besonders berücksichtigt. Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte und Menschen of Color sind ausdrücklich eingeladen, Anträge einzureichen.

Die nächsten Antragsfristen sind 15.02.2016 (Fördersäule 2) und 02.05.2016 (Fördersäule 1). Mehr Infos und Antragsformulare auf: www.projektfonds-kulturelle-bildung.de.

(www.berlin.de/sen/kultur/ sik)

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Kommentare  
Berlin gibt Geld für Refugee-Projekte: 99 % Eitelkeit
Es ist eine Tatsache, dass Theaterprojekte "mit" Geflüchteten zu 99% nur die Eitelkeiten der Macher streicheln. Dass daraus keinerlei bleibende Beziehungen entstehen, sondern nur flüchtiger Stress und Ablasshandel für die Geldgeber. Von einigen rühmenden Ausnahmen abgesehen, Augsburg, Hannover und sicher einige unbekannt gebliebene, geht das vor allem gegen die Arbeiten von Stemann usw. Geht, lernt Menschen kennen, interessiert euch für sie, baut Frendschaften auf. Schwirig genug. Sonst spielt eben Fussball mit ihnen. Das fördert mehr Solidarität als euer Kunstgequatsche.
Berlin gibt Geld für Refugee-Projekte: miese Kriterien
Altersgrenze 27. Ab 28 ist er nicht mehr künstlerisch integrierbar. Hat im deutschen Theater nichts zu suchen. Nützt ihm auch seine "Color" nichts. Soll mit seiner "strukturellen Benachteiligung" gehen, wo er herkommt. Was ist das für ein Signal? Wer denkt sich diese miesen Kriterien aus?
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