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Bündnis internationaler Produktionshäuser: Förderstopp
19. Juli 2024. Dem Bündnis internationaler Produktionshäuser droht das Aus. Das geht aus einem Protestschreiben des Bündnisses gegen einen angekündigten Förderstopp hervor.
Das Bündnis Internationaler Produktionshäuser ist ein Zusammenschluss von sieben in Deutschland ansässigen Freie-Szene-Theatern. Gemeinsame Projekte werden bislang von der Bundesregierung gefördert. Einem Kabinettsbeschluss zum Bundeshaushalt 2025 zufolge soll damit im nächsten Jahr Schluss sein.
In ihrer gemeinsamen Erklärung wehren sich die Leitungen der Einrichtungen gegen den Förderstopp: "Wir appellieren dringend an die Haushalts- und Kulturpolitiker*innen im Bundestag, diesen Beschluss zu korrigieren. Das Bündnis internationaler Produktionshäuser mit seiner Verantwortung für die freie Theater- und Kunstszene in Deutschland braucht dringend eine gestärkte und verstetigte Förderung!"
Die ganze Erklärung ist auf der Website des Bündnisses zu finden.
Gezeichnet wurden das Schreiben von Kathrin Tiedemann (FFT Düsseldorf), Annemie Vanackere (HAU Hebbel am Ufer Berlin), Carena Schlewitt (HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste Dresden), Amelie Deuflhard (Kampnagel Hamburg) Anna Wagner und Marcus Droß (Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt a.M.), Stefan Hilterhaus (PACT Zollverein Essen), Ingrida Gerbutavičiūtė (tanzhaus nrw Düsseldorf).
(Bündnis internationaler Produktionshäuser / miwo)
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Es gibt nur eine Null und zwar eine ganz grosse Null in Berlin in der Wilhelmstraße 97. Der Gelbe sollte notgedrungen Entlassen werden.
RIP performative Kunst
Die Rihrbarone sind mE ein fragwürdiges Blatt. Abstits der BSD Inhalte ist es mV sehr verknappt formuliert und fast schon....wie eine "Rechtfertigung" dass die Gelder gestrichen sind?
Es ist nicht undenkbar, dass (beispielsweise) die Kurationstechnik von Kampnagel (man erinnere sich an die skandalwirksame Einladung von Zamzam Ibrahim als Eröffnungsrednerin von "How low can we go?" über Klimagerechtigkeit, dem Ruf der freien Szene geschadet hat. Wenn die (notwendige) Diskussion über Klimagerechtigkeit auf diese Weise verbunden wird mit Israel-Kritik (paar Wochen nach dem 7. Oktober 2023) dann machte das durchaus einen verwirrten und auch unemphatischen Eindruck. Diese Mittelkürzung ist natürlich verheerend und es sind alle zu unterstützen, die diese Mittelkürzungen nun bekämpfen, u.a. mit der Unterschriften-Aktion. Aber dass diesen "Weltoffenheits-Kampagnen" unserer Bosse und Boss:innen . so hirnlos gefolgt wurde; dass es keinen Widerstand gegen die Thesen dieser Weltoffenheits- Initiant:innen gegeben hat (welche die freie Szene zunehmend infiziert haben mit wirren Thesen und Ressentiments) ist ein Defizit, das nun auch aufzuarbeiten ist. Denn die Macht dieser Intendant:innen, die diese "Weltoffenheit" lanciert haben, wird ja nun nicht etwa geringer, sondern sie wird nun die die Schwächung der freien Szene eher stärker. Kritische Reflexion der Betriebs-Macht ist nun also genauso angesagt, wie Claudia Roth-Kritik. Deshalb muss nun untersucht werden, ob unsere Intendant:innen mit ihrer unter Antisemitismus-Verdacht stehenden "Weltoffenheitsiniative" der freien Szene geschadet haben. Einzig und alleine zu behaupten (wie das nun in den sozialen Medien gemacht wird) dass diese Kürzungen nun Folge von AfD Einflüssen ist, ist zu simpel. Vielleicht hat die betriebseigene, unreflektierte Sucht nach Skandalen und Aufmerksamkeit da auch einen Anteil an der Rufschädigung dieser freien Szene. Dass die AfD jegliche (auch argumentative und moralische) Schwäche zu ihren Gunsten ausnützt, ist wiederum eine strategische Wahrheit, die es auch zu berücksichtigen gilt.
(s. https://www.sueddeutsche.de/medien/blog-ruhrbarone-israel-palaestina-krieg-antisemitismus-1.6385617?reduced=true)
Dabei macht der Artikel richtige Punkte.
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Der Fonds DaKu hatte in der Ära Geschonneck 1, in Worten: eine Million Euro zur Verfügung.
Dann gab es mit Holger Bergmann und einer freie Szene freundlicheren Stimmung noch etwas drauf -- Während Corona wächst das alles auf 10 Millionen an, aus Gründen (guten).
Nun soll auf Post-Corona Normalmaß gestellt werden. – 5 Millionen. Im Unterschied zu den 10er Jahren immer noch eine Vervierfachung.
– Die laufende "Kampagne" des Fonds argumentiert nicht, warum man das 10 Fache braucht, wofür genau. Also konstruktiv. Sondern destruktiv und beleidigt. Andere haben etwas zusätzlich bekommen. Denen soll "man" es wegnehmen und uns geben. So einfach. So unsolidarisch. So gierig. und so unpolitisch. (und ja, jammern gehört zum Geschäft, aber ehrlich jetzt?)
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– Die Sache mit den Produktionshäusern ist komplexer.
Die ursprünglichen Millionen wurde über das Duo Infernale des Haushaltsausschusses lockergemacht (Kruse/Kahrs). Es geht also um die Verstetigung von lobbyistisch über Bande erspielter Kohle.
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Die Aufzählung der Aktivitäten des Bündnis ist von den Baronen böse kuratiert, das Bündnis wirkt mit seinen "Akademien" wie andere Lobbyorganisationen, wie der Verband der Bierbrauer. Journalisten einladen, um gute Stimmung für die eigene Sache zu machen und so.
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Die Barone machen denselben Fehler wie die Aktivisten, in dem sie alles mit dem Nahostkonflikt vermischen. Das ist deren Agenda, hat aber mit dem vorliegenden Fall gar nichts zu tun.
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Die "Bündnishäuser" erhalten hohe Förderungen, sollen sie ihre "Akademien" daraus bezahlen, wenn das ein echtes Anliegen ist. (Wäre mal schön, wenn nachtkritik.de von diesen Journalistenakademien berichten würde, das man sich auskennt)
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Wie marginal die Wirkung der künstlerischen Arbeit auf ein hermetisches und homogenes Publikum ist sieht man an den Zahlen aus Essen. 3 Millionen Förderung, 80.000 Euro Einnahme an der Kasse. Das sind unter 3% der Fördersumme.
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Über Qualität als Voraussetzung für Förderung der öffentlichen Hand redet sowieso keiner mehr, es gibt nur noch "Bedarfe". Wer einmal beim PAP-freie Szene Festival war, weiß was gemeint ist.