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Das Deutsche Schauspielhaus Hamburg meldet erfreuliche Zahlen und verhandelt möglicherweise mit Stefanie Carp und Karin Beier über die Zukunft
Auf den Flügeln des Protests
Hamburg, 16. Dezember 2010. Spitzenwerte in der Krise: Wie unter anderem die Welt meldet, haben in den ersten vier Monaten der aktuellen Spielzeit rund 118 000 Zuschauer die Vorstellungen des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg besucht. Das sei das beste Ergebnis seit der Spielzeit 1993/94, teilte das Theater mit.
Da scheint die Hamburger Kulturkrise Deutschlands größter Sprechbühne Flügel verliehen zu haben. Denn zunächst stand die laufende Spielzeit unter keinem guten Stern, nachdem Mitte September Intendant Friedrich Schirmer unerwartet seinen Rücktritt erklärte und dann der Senat mit radikalen Sparmaßnahmen drohte, die inzwischen abgemildert worden sind. Etliche Protestkundgebungen und Solidaritäts-Aktionen später scheint das Schauspielhaus in Hamburg stärker verankert als seit langem.
Seit dem Rücktritt Schirmers hat Jack Kurfess die Intendanz interimsmäßig übernommen. Ein neuer Theaterchef wird mit Hochdruck gesucht. Laut Till Briegleb, der sich in der Süddeutschen Zeitung (17.12.) über einen unbelehrbaren Kultursenator Stuth beschwert, der, obwohl schon so gut wie abgewählt, immer noch personalpolitische Fakten schaffe, wird derzeit ernsthaft mit Stefanie Carp, unter Frank Baumbauer schon einmal Dramaturgin in Hamburg, und der Kölner Schauspielchefin Karin Beier verhandelt.
(Welt / geka/ jnm)
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