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Dichter in Saudi Arabien zum Tod verurteilt
Gotteslästerung
Abha, 25. November 2015. Der palästinensische Dichter Aschraf Fajadh ist in Saudi-Arabien zum Tode verurteilt worden. Wie u.a. die Welt meldet, habe das Berufungsgericht in der Stadt Abha damit ein früheres Urteil von 800 Peitschenhieben und vier Jahren Gefängnis gegen den 35 Jahre alten Aschraf Fajadh aufgehoben. Fajadh war 2013 zum ersten Mal und Anfang 2014 erneut verhaftet worden.
Das Rechtssystem in Saudi-Arabien folgt dem islamischen Recht der Scharia. Danach wird Gotteslästerung und der Abfall vom Glauben mit dem Tode bestraft. Ashraf Fayadh ist weit über die Grenzen Saudi-Arabiens bekannt, wie die Deutsche Welle schreibt: "Er gehört zu jenen in der gesamten arabischen Welt anzutreffenden Dichtern, für die Religion seit langem nur noch eine Instanz unter vielen ist. Gott mag es nach deren Empfinden geben, doch vielen ist er verborgen."
Bereits im Januar wurde der liberale Autor und Blogger Raif Badawi nach einer Verurteilung wegen Gotteslästerung mit 50 Peitschenhieben bestraft. Insgesamt wurde er zu 1000 Peitschenhieben und zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Badawis Fall sorgte international für Aufsehen.
(welt.de / DW / geka)
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