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Fast Forward Festival: Preise vergeben
Dresden, 14. November 2022. Der diesjährige Preis des europäischen Festivals für junge Regie Fast Forward geht an die litauische Regisseurin Laura Kutkaitė für ihre Produktion "The silence of the sirens" (Das Schweigen der Sirenen). Erstmals wurde auch ein Jugend-Jury-Preis verliehen, und zwar an die belgische Regisseurin Yasmine Yahiatène für ihre Produktion "La Fracture" (Der Bruch). Und der Publikumspreis, bei dem die Besucher:innen zur Abstimmung eingeladen waren, ging gestern an die Produktion aus Spanien "El Candidato" (Der Kandidat). Das Festival fand in den vergangenen Tagen in der 12. Ausgabe im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden statt.
Zur Jury gehörten die Theaterkritikerin Anke Dürr, die Festivalkuratorin Lara Staal, der Regisseur Data Tavadze und Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiel Dresden. Der Hauptpreis ist mit einem Regie-Engagement am Haus verbunden.
Die so ausgezeichnete Laura Kutkaitė, Jahrgang 1993, studierte Choreografie und Philosophie und schloss 2021 ihr Regiestudium an der Litauischen Akademie für Musik und Theater ab. "Das Schweigen der Sirenen" entstand als erste Arbeit nach dem Studium im Rahmen des Programms für junge Künstler*innen am Litauischen Nationaltheater Vilnius und eröffnete dort im Juni 2022 die neue Studiobühne.
In der Begründung der Jury heißt es, die Inszenierung überzeuge durch ihren Mut und ihre Kraft, hierarchische Strukturen anhand eines klassischen Stoffes in Kombination mit persönlichen Geschichten zu thematisieren."Eine kunstvolle Arbeit, die Choreografie und Kabarett mit authentischen Berichten verwebt. Das Wiedererleben von schmerzvollen Erfahrungen, die viele Frauen innerhalb und außerhalb des Theaters teilen, setzt ein großes Vertrauen zwischen den herausragenden Performer*innen und der Regisseurin voraus. Mit dieser Wahl möchte die Jury die äußerst mutige, ermächtigende Wirkung dieser brillanten Frauen würdigen."
Über die mit dem Jugendpreis ausgezeichnete Arbeit heißt es von der Jugendjury: "Die Produktion der emphatischen und nahbaren Performerin Yasmine Yahiatène ist teilweise sehr schmerzvoll, am Ende aber von Hoffnungen und Versöhnlichkeit geprägt. 'La Fracture' legt Erinnerungsschichten frei, das fasziniert und überrascht auf inhaltlicher und ästhetischer Ebene. Ein Stück, mit einem ungemeinen Sog, der uns Tage, Wochen, vielleicht Monate noch länger und nachhaltig beschäftigen wird."
(Staatsschauspiel Dresden / www.fastforw.art / sik)
Mehr zum Thema: Unser Bericht vom diesjährigen Festival
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