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Goschs "Bakchen" als szenische Lesung in Salzburg
Jürgen Goschs Vermächtnis
19. Juni 2009. Wie die Salzburger Festspiele mitteilen, wird Roland Schimmelpfennigs, für Jürgen Gosch entwickelte Fassung von Euripides' "Die Bakchen", deren Premiere bei den Salzburger Festspielen im Juli geplant war, als Reminiszenz an die unvollendet gebliebene Aufführung am 30. Juli 2009 im Landestheater Salzburg von Corinna Harfouch, Corinna Kirchhoff, Charly Hübner und Ernst Stötzner als szenische Lesung gezeigt.
Im Anschluss an die Lesung zeigen die Festspiele eine 1986 entstandene, kurz vor Goschs Tod rekonstruierte und von ihm noch autorisierte Filmfassung seiner legendären Kölner "Ödipus"-Inszenierung von 1984, ein seltenes Filmdokument, da von Goschs Inszenierungen kaum Aufzeichnungen existieren. Über die Arbeit an der Inszenierung spricht vorab die Schauspielerin Elisabeth Schwarz, die damals die Rolle von Ödipus' Frau und Mutter Iokaste spielte. Die Titelrolle spielte Ulrich Wildgruber, der am 29. November 1999 in der Nordsee starb.
Anstelle der Bakchen wird als Gastspiel vom Deutschen Theater Berlin in Salzburg nun an sieben Abenden Goschs Inszenierung von Anton Tschechows Die Möwe aufgeführt, eine Regiearbeit, die als Goschs Vermächtnis gilt und bislang außerhalb Berlins noch nicht zu sehen war.
Jürgen Gosch wird am 22. Juni um 12 Uhr auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in der Berliner Chausseestrasse beigesetzt.
(sle)
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