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Kleist-Preis 2024 für Sasha Marianna Salzmann

Sasha Marianna Salzmann © Jens Schicke

3. Mai 2024. Sasha Marianna Salzmann erhält den diesjährigen Kleist-Preis, wie der rbb meldet. Salzmann hat sich mit Dramen, Essays und Romanen gemacht. Entsprechend der Tradition des Kleist-Preises wurde Salzmann von einer sogenannten Vertrauensperson bestimmt. Dazu hatte die Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft die Autorin Samira El Ouassil ernannt.

Sasha Marianna Salzmann, geboren 1985 in Wolgograd (damals UdSSR, die Stadt hieß 1925–1961 Stalingrad), lebte bis zum zehnten Lebensjahr in Moskau und emigrierte dann mit der Familie nach Deutschland. Salzmann war Hausautor*in am Berliner Maxim Gorki Theater während der Intendanz von Shermin Langhoff und hatte 2013–2015 auch die künstlerische Leitung des "Studio Я" inne.

Zusammen mit dem Schriftsteller Max Czollek initiierte Salzmann den "Desintegrationskongress" (2016) und die "Radikalen Jüdischen Kulturtage" (2017). Salzmanns Debütroman "Außer sich" erschien 2017 und kam auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises (hier unsere Buchkritik). Der Roman kam in der Regie von Sebastian Nübling am Maxim Gorki Theater auf die Bühne.

Der Kleist-Preis soll Salzmann am 17. November 2024 während einer Matinée im Deutschen Theater in Berlin überreicht werden.

Die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft vergibt den mit 20.000 Euro dotierten Preis im November jedes Jahres in zeitlicher Nähe zum Todestag des Dramatikers Heinrich von Kleist (1777–1811). Den Kleist-Preis bekamen bereits Bertolt Brecht, Robert Musil oder Anna Seghers. Nach Wiederbegründung 1985 ging der Preis unter anderem an Alexander Kluge, Heiner Müller, Ernst Jandl, Herta Müller oder Daniel Kehlmann.

(rbb|24 / chr)

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