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Kulturschaffende fordern Waffenexportstopp für Israel
31. Juli 2025. Mehr als 200 Kulturschaffende fordern in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz den Stopp aller deutschen Waffenexporte nach Israel. Das berichtet der Spiegel, dem der Brief vorliegt.
Überschrieben mit der Zeile "Lassen Sie Gaza nicht sterben, Herr Merz", wenden sich die Unterzeichnenden direkt an den Kanzler: "Sie haben in den letzten Tagen Stellung bezogen und die israelische Regierung kritisiert. Wir würdigen das, doch eines ist klar: Worte alleine retten keine Leben." Die Kulturschaffenden formulieren die "dringliche Bitte", nun "auch Taten folgen zu lassen" und benennen über den Waffenexport-Stopp hinaus zwei weitere konkrete Forderungen: ein Aussetzen des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel sowie einen sofortigen Waffenstillstand und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe.
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner verurteilen in ihrem Brief "die grauenvollen Verbrechen der Hamas aufs Schärfste". Jedoch, so die Künstlerinnen und Künstler weiter, legitimiere kein Verbrechen, Millionen von unschuldigen Menschen kollektiv zu bestrafen.
Unterschrieben haben neben den Moderatoren Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf und Giovanni Zarrella und Musikerinnen wie Shirin David auch viele Schauspielerinnen und Schauspieler, darunter etwa Jessica Schwarz, Christiane Paul, Daniel Brühl, Benno Fürmann, Anna Thalbach, Meret Becker, Jella Haase oder Jürgen Vogel.
(Der Spiegel / cwa)
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Es war ja klar, dass diejenigen, die stets in allerschlimmster Klassenbester-Manier rufen: “Die haben den 7. Oktober aber nicht erwähnt!!1!” nicht lang auf sich warten lassen. Meistens sind das dieselben Stimmen, die die israelische Siedlungspolitik und das systematische Leid der palästinensischen Bevölkerung komplett ignorieren – um dann anderen „selektives Engagement“ vorzuwerfen.
Ja, die Verbrechen der Hamas sind abscheulich und durch nichts zu rechtfertigen. Im Brief werden diese im übrigen auf‘s allerschärfste verurteilt. Und nein: Das bedeutet nicht, dass man nicht gleichzeitig die israelische Regierung für ihr grauenhaftes Vorgehen in Gaza kritisieren - und Forderungen an die deutsche Bundesregierung stellen darf.
Wer auf einen Appell für einen Waffenstillstand, für humanitären Zugang und das Ende deutscher Waffenlieferungen nur mit Empathielosigkeit und Whataboutism reagiert, zeigt vor allem eins: erschreckend selektives Mitgefühl – und eine Weigerung, das Leid aller Zivilist:innen anzuerkennen.
Aber, das war nicht der Anfang. Davor waren 70 Jahre Leid, Terror, Krieg von beiden Seiten.
Und wodurch hat dies angefangen?
Den 7. Oktober als Anfang des Konflikts zu bezeichnen, ist genauso wie wenn man denkt 9.11. wären der Anfang der Kriege in Afghanistan und Irak.
Wir müssen schauen, dass wir nicht denken links zu sein, und plötzlich auf der rechten Seite stehen.
Mensch ist Mensch, egal ob Isaak oder Ismael.
Nie wieder ist jetzt. - Für alle!!!
Die Welt ist grade sehr arm, lasst sie uns ein bisschen mit Emphatie, Nächstenliebe, Gnade und Gefühlen reicher machen.
(Und lasst uns aufhören, leicht zu denken. Die Welt ist komplizierter und leider auch härter als viele denken.
Es geht nicht um die 40 Geiseln die noch leben, ich weigere mich auch die Todeszahlen gegeneinander zustellen - obwohl die Zahlen eindeutig wären. (...)
- ich finde auch die Kommentarspalte von Nachtkritik sollte nicht zu einer SocialMedia Plattform wie man sie kennt werden.
Mehr als 200 Kulturschaffende fordern nun in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz den Stopp aller deutschen Waffenexporte nach Israel. Merken diese 200 nicht (weil sie es nicht merken wollen), dass das erste Opfer des Krieges immer die Wahrheit ist. Seit dem Massaker der Hamas an israelischen Zivilisten am 7. Oktober 2023 erlebt die Welt die Neuauflage von alten antisemitischen Verschwörungserzählungen.
Jean Améry sagte mal: "Der Antisemitismus, mit dem wir es heute zu tun haben, nennt seinen Namen nicht. Im Gegenteil: Will man ihn haftbar machen, verleugnet er sich. (…) Er sei nicht der, als den man ihn hinstelle, nicht Antisemit also sei er, sondern Anti-Zionist!"
Heute, schreibt Philipp Peymann Engel in der Jüdischen Allgemeinen, gelte nicht einmal mehr das. Mittlerweile sei alles erlaubt. Alle Dämme seien gebrochen. Der Judenhass zeige sich ganz ungeniert. Er hat recht.
Ich finde es sehr unangenehm und peinlich, was diese "200" da unterschrieben haben!
Das Trauma wird bleiben wie es schon immer war….
Leider ist der Mensch letztendlich nur ein
(Also Tiere verhalten sich sozialer)
Die Zukunft ist nicht nur in dieser Region erschreckend und absolut nicht mehr lebenswert, leider
Dass eine klare Forderung nach der Freilassung der Geiseln fehlt, zeugt von der ganzen Hohlheit dieser öffentlich zur Schau gestellten Moral.
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/mit-tiefer-enttaeuschung/
Ich bin gespannt auf die Antworten...
Wenn sich jemand dafür einsetzt, dass Menschen nicht verhungern, dass Kinder nicht in Warteschlangen auf Essensausgaben warten, dann gibt es da nur eine humanistische Reaktion drauf.
Anmerkung an die Nachtkritik Redaktion: Schade, dass ihr manchmal zensiert, was wohlfein formuliert wurde. Zensur ist nicht besonders demokratisch. V.a. nicht auf einer Plattform wie dieser. Danke.
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Werte Eva, wir zensieren nicht, sondern wir lassen Kommentare unveröffentlicht, die gegen unsere Kommentarregeln verstoßen - etwa, wenn sie unüberprüfbare Behauptungen oder persönliche Angriffe enthalten, oder kein Argument vorzubringen haben. Auch sind wir eine Theaterseite und damit nicht wirklich der Ort für Debatten über den Nahostkonflikt. Freundliche Grüsse aus der Redaktion.
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Werte*r genua, "Wo keine Form, da keine Moral" ist eine Behauptung, die eine Diffamierung derer einschließt, auf die Sie sie bezogen haben. Daher wurde der Satz gestrichen. Freundliche Grüsse aus der Redaktion.