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Leonhard-Frank-Stipendium für Elisabeth Pape
Übergangsszenarien aller Art
22. Februar 2023. Das Mainfranken Theater Würzburg vergibt sein Leonhard-Frank-Stipendium 2023 an die Dramatikerin Elisabeth Pape, das teilt das Haus mit. Mit dem Stipendium, das aus dem Leonhard-Frank-Preis hervorgegangen ist, in Höhe von 500 Euro monatlich soll es jungen Dramatiker:innen ermöglicht werden, gemeinsam mit dem Theater einen Theatertext zu entwickeln und zur Lesung oder Uraufführung zu bringen".
Elisabeth Pape, Jahrgang 1995, wuchs zwischen Berlin und Czernowitz/Ukraine auf, studierte Theater- und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und anschließend Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin.
Elisabeth Pape © Daniel NartschickIhre Stücke liefen als Werkstattinszenierungen sowohl an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, dem Theaterdiscounter, der HfS Ernst Busch Berlin sowie auf Kampnagel in Hamburg. Für das Theater Koblenz hat sie Anton Tschechows "Der Kirschgarten" neu bearbeitet. Für ihr Stück "Extra Zero" erhält sie den Kleist-Förderpreis 2023, wie im Januar bekannt wurde.
"Als eine scharfsinnige Beobachterin der Zwischenräume spitzt sie in ihren Texten Übergangsszenarien aller Art gekonnt zu. Dabei handelt es sich mal um den Übertritt aus einer Klasse zur anderen, mal um Verschiebungen innerhalb heteronormativer Partnerschafts- und Rollenkonstrukte, und ein anderes Mal um das ständig fluktuierende Verhältnis von Realität zu Fiktion", heißt es in der Jury-Begründung.
Zur Jury, die den Stipendium vergibt, gehörten: die Autor:innen, Svenja Viola Bungarten und Roland Schimmelpfennig, Schauspieldirektorin Barbara Bily, die Schauspieldramaturgie (Oliver Meyer und Philine Bamberger) und der Schauspieler Nils van der Horst.
Zuletzt wurde der Preis an Wibke Charlotte Gneuß verliehen.
(www.mainfrankentheater.de / sik)
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