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Leonhard-Frank-Stipendium für Fayer Koch

Fayer Koch erhält das Leonhard-Frank-Stipendium 2025 © Christiane Gundlach

20. Dezember 2024. Das Mainfranken Theater Würzburg vergibt sein Leonhard-Frank-Stipendium zur Förderung zeitgenössischer Dramatik für das Jahr 2025 an Fayer Koch. Dies hat die Jury, bestehend aus der Autorin und Übersetzerin Ulrike Syha, Schauspieldirektorin Barbara Bily, der Schauspieldramaturgin und der Schauspielerin Laura Storz, entschieden, wie das Theater mitteilt.

In ihrer Laudatio auf Fayer Koch schreibt Ulrike Syha: "Fayer Kochs Texte sind vor allem eines: zeitgenössisch im besten Sinne. Sie umkreisen Themen, die stark im Hier und Jetzt verankert sind, loten immer noch bestehende Tabus aus und untersuchen aktuelle Diskurse und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Fayer Koch bedient sich dabei einer hochsensiblen Sprache, die mal melancholisch, mal humorvoll überzeichnet daherkommt und uns tief in unerforschte Seelenwelten blicken lässt."

Fayer Koch wurde 1989 in Bielefeld geboren. Koch studierte Linguistik an der Universität Potsdam und anschließend Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Für den Theatertext "Anorexia Feelgood Songs" (2020) erhielt Fayer Koch den Preis der Jury bei den Tagen der Jungen Dramatik 2020 in Magdeburg/Braunschweig. Der Text wurde auf die Shortlist des Deutschen Jugendtheaterpreises gesetzt. Für "Riesen Probleme" (2024) erhielt Koch den Preis der Jury beim deutsch-niederländischen Autor:innenpreis Kaas & Kappes. Koch lebt und arbeitet in Leipzig.

Mit dem Leonhard-Frank-Stipendium erhält ein*e Autor*in über die Laufzeit von jeweils einem Kalenderjahr eine monatliche Zuwendung in Höhe von 750 Euro sowie eine kontinuierliche Begleitung durch die Schauspieldramaturgie. Ziel ist es, gemeinsam einen Theatertext zu entwickeln und diesen im Rahmen einer Lesung oder Uraufführung zu präsentieren. Das Leonhard-Frank-Stipendium wird für das Jahr 2025 zum achten Mal vom Mainfranken Theater verliehen.

Zu den Stipendiat*innen der letzten Jahre gehören Fabienne Dür (2019), Dorian Brunz (2020), Charlotte Gneuß (2022), Elisabeth Pape (2023) und Annika Henrich (2024). 

(Mainfranken Theater / chr)

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