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Michael Thalheimer geht 2017 fest ans Berliner Ensemble
Neu für das Theater gewinnen
Frankfurt / Berlin, 10. Dezember 2015. Michael Thalheimer geht 2017 fest ans Berliner Ensemble. Wie u.a. die Mainzer Allgemeine Zeitung berichtet, wird er der neuen Theaterleitung angehören, wenn der jetzige Frankfurter Intendant Oliver Reese zu Beginn der Spielzeit 2017/18 das Haus von Claus Peymann übernimmt.
Thalheimer hatte schon mit Reese zusammengearbeitet, als dieser noch Chefdramaturg am Berliner Deutschen Theater war. Während Reeses Frankfurter Intendanz wurde Thalheimer zu einem der prägenden Regisseure – mit Medea wurde das Haus 2013 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
Am BE will Michael Thalheimer gemeinsam mit Autoren die großen Stoffe der Weltdramatik sprachlich und inhaltlich aktualisieren, so die Allgemeine Zeitung. "Ich glaube, dass sich so eine jüngere Generation neu und anders für das Theater gewinnen lässt."
(AZ / geka)
Mehr dazu:
Interview mit Michael Thalheimer im Freitag (11.12.2015): Keine Angst vor Pathos
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https://www.freitag.de/autoren/martin-eich/keine-angst-vor-pathos
Vielleicht werden durch die neue Konkurrenz auch die anderen Berliner Theater inspiriert. Vielleicht sogar das DT. Ach nee, das war jetzt natürlich maßlos...
Das macht keinen Unterschied, ob das BE eine GmbH ist - inzwischen sind über 40 Theater in Deutschland so organisiert. Was Sie meinen: das BE ist ein privates Theater, das stimmt. Aber die Subventionen der Stadt Berlin liegen bei 75%, also nur unwesentlich niedriger als der Schnitt der deutschen Theater. Das BE müsste seine Karten für 200 Euro verkaufen, um von seinen Einnahmen allein leben zu können.
Dennoch müssen erst mal 25% Einnahmen erreicht werden!
Thalheimer ist sicher ein kluger Schachzug von Intendant Reese, er wird das BE entstauben. Ich sehe nur nicht, wie diese Form von Autorentheater funktionieren soll. Werden von Klassikervorlagen neue Fassungen gemacht, dann wäre es klassisches Tagesgeschäft der Theater; wenn tatsächlich neue Stücke geschrieben wären, und die Klassiker nur die Grundlage bilden, wäre das exquisit. Ich hoffe, es geht in die Richtung. (einen Gruß an die Dramatiker der untergegangenen DDR von Plenzdorf bis Müller).
Hoffen wir, dass es funktioniert!