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Naomi Beckwith wird Leiterin der documenta 16 in Kassel

18. Dezember 2024. Naomi Beckwith wird Künstlerische Leiterin die nächste documenta 2027 in Kassel. Diesen Beschluss der Gesellschafter der documenta gGmbH teilt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit, die die documenta maßgeblich fördert.

Naomi Beckwith, geboren 1976 in Chicago/Illinois, USA, ist seit 2021 stellvertretende Direktorin und Chefkuratorin des Solomon R. Guggenheim Museums in New York. Zuvor war sie leitende Kuratorin am Museum of Contemporary Art in Chicago.

Zu der Berufung von Beckwith für die sechzehnte Auflage der alle fünf Jahre stattfindenden, weltberühmten Ausstellung für Gegenwartskunst heißt es von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne / BKM): "Die documenta hat unter der Leitung von Naomi Beckwith die Möglichkeit, erneut ihr Potential als eine der weltweit wichtigsten Präsentationen zeitgenössischer Kunst voll entfalten zu können."

Roth hebt weiterhin die gute Aufarbeitung der "Geschehnisse der d15" hervor, die 2022 eine heftige Antisemitismusdebatte auslöste und mehrere Kunstwerke entfernen musste; "strukturelle Defizite wurden klar benannt und wichtige Entscheidungen für eine Strukturreform getroffen", so Roth. "Gerade dies ist eine Voraussetzung für eine weitere Förderung durch den Bund. Besonders zu begrüßen ist die Etablierung eines wissenschaftlichen Beirats, der die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat berät. Ein solches unabhängiges Gremium hat in der Vergangenheit gefehlt. Der Bund hat nun direkt zwei Sitze mit Stimmrecht. Der Aufsichtsrat wird in seiner Rolle gestärkt und hat künftig die klar definierte Aufgabe, das entscheidende Aufsichtsgremium zu sein."

(Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien / chr)

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