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Neue Probleme für die Theater Holding Mecklenburg-Vorpommern
Holding-Vertrag wird nachgearbeitet
6. Januar 2012. Die Probleme scheinen kein Ende zu nehmen für die Theater in Rostock und Parchim, denen in diesen Tage zwischenzeitlich Umsatzsteuernachzahlungen von schlimmstenfalls bis zu 1,2 Millionen Euro zu drohen schienen, das meldete gestern der Nordkurier. Die gemeinsame Holding "Theater-Management Mecklenburg-Vorpommern GmbH" (TheMa) sei damit konfrontiert, weil das Finanzamt im vergangenen Sommer die Gemeinnützigkeit verweigerte. Schuld daran sind Mängel im Holdingvertrag.
Nach einem Treffen des Rostocker Volkstheater-Geschäftsführer Stefan Rosinski und Parchims Intendant Thomas Ott-Albrecht habe es aber erst einmal Entwarnung gebenen, so der Nordkurier. Alles sei eine Interpretationsfrage, wird Ott-Albrecht zitiert. Der Vertrag solle nachgearbeitet werden, um die Gemeinnützigkeit zu sichern und der Theaterholding Bestand zu geben. Die Holding wurde vor einem Jahr gegründet, um die Abläufe in beiden Betrieben zu straffen, Aufgaben im Finanz- und Rechnungswesen, in der Personalverwaltung, beim Ticketverkauf und Marketing zu organisieren.
Nach Informationen des NDR arbeitet nun eine Expertengruppe aus Anwälten und Wirtschaftsfachleuten daran, die Mängel bei der Gründung der Holding zu bereinigen. Im Extremfall müsse das Unternehmen neu gegründet werden, hieß es. Und es sei eben nicht klar, ob für die Finanztransaktionen des vergangenen Jahres Steuern fällig geworden sind.
(sik)
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