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Neuer Volksbühnenpreis für Theaterliteratur an Sunan Gu
12. Februar 2025. Sunan Gu wird mit dem ersten "Volksbühnenpreis für Theaterliteratur" des Bundes Deutscher Volksbühnen (BDV) für Nachwuchsautor:innen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Wie der BDV – ein föderativer Zusammenschluss von Kulturgemeinschaften und Besucherorganisationen im gesamten Bundesgebiet – in einer Presseaussendung mittelt, erhält die in Berlin lebende Dramatikerin den Preis für ihr Stück "Maus, Geld, Gespenst", das die Jury aus insgesamt 92 Einreichungen auswählte.
Die Auszeichnung umfasst ein Preisgeld von 5.000 Euro, einen dotierten Werkvertrag zur Umsetzung des Stückes sowie die Uraufführung bei den Ruhrfestspielen 2026 als Koproduktion mit dem Schauspiel Essen.
"In Beziehungskonstellationen zwischen zwei Kontinenten zeichnet Sunan Gu sprachlich sehr poetisch und mit hohem Tempo ein großes, reiches Tableau an Stimmen, die erst lose nebeneinanderstehen und dann immer enger miteinander verwoben werden", heißt es in der Begründung der Jury. In "schnellen Wechseln zwischen verschiedensten Orten" griffen "harte Realität und surrealistische (Alb)traumbilder" ineinander. Im Zentrum des Stückes ständen "die schillernden, widerständigen und gleichzeitig schmerzhaft 'verloren' wirkenden Figuren – ihre Sehnsüchte, Kämpfe, Suche nach Liebe und Zugehörigkeit, einem Ort für ihre Zukunft; alle verbunden durch familiäre und gesellschaftliche Erwartungen, Ausgrenzungen und die wiederkehrenden Geister der Vergangenheit".
Sunan Gu wurde 1995 in Peking geboren und wuchs in Sydney, London und Berlin auf. Nach Stationen als Regiehospitantin an der Volksbühne Berlin und als Regieassistentin am Schlachthaus Theater Bern sowie am Berliner Ringtheater studierte sie Theaterwissenschaft am Goldsmiths College, University of London, und schloss das Studium mit dem Bachelor ab. Seit 2022 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin.
Zur Jury des "Volksbühnenpreises für Theaterliteratur" gehören die Ko-Intendantin des Schauspiels Essen Christina Zintl, Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Suhrkamp Theater Verlags, der Chefdramaturg der Ruhrfestspiele Recklinghausen Jan Hein, die Regisseurin Jorinde Dröse sowie Johanna Sandberg vom Vorstand des BDV.
Der "Volksbühnenpreis für Theaterliteratur" soll künftig alle drei Jahre ausgeschrieben werden. Der BDV als bundesweiter Zusammenschluss von 54 Volksbühnenvereinen möchte damit gemeinsam mit den Partner:innen Deutscher Gewerkschaftsbund, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Schauspiel Essen und Suhrkamp Theater Verlag "einen starken Impuls für die Zukunft des Theaters" geben.
Die Preisverleihung findet am 29. Mai im Kleinen Haus der Ruhrfestspiele statt.
(Bund Deutscher Volksbühnen e.V. / Ruhrfestspiele Recklinghausen / cwa)
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