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Räumungsurteil gegen die Ku'dammbühnen Berlin
Langer Streit
Berlin, 18. Oktober 2016. Das Landgericht Berlin hat in der Räumungsklage heute sein Urteil gegen die beiden Bühnen im Ku'damm-Karree entschieden. Das meldet unter anderem der Tagesspiegel. Damit setzten sich in der ersten Instanz die Eigentümer durch, die eine Umgestaltung des Karrees planen und Intendant Martin Woelffer wegen nicht bezahlter Betriebskosten verklagt hatten.
Das Theater will gegen das Urteil Berufung einlegen und beantragen, dass die Zwangsvollstreckung erst einmal eingestellt werde. In einer Pressemitteilung gibt sich Martin Woelffer kämpferisch: "Ich war sicher, dass der Richter den Argumenten unseres Anwalts Dr. Reiner Geulen folgen würde. (...) Nichtsdestotrotz bin ich stolz darauf, dass wir uns von dem Investor nicht einschüchtern lassen. Ich appelliere noch einmal an die politisch Verantwortlichen endlich einen Weg zu finden, die Komödie am Kurfürstendamm zu erhalten und die Institution langfristig zu sichern." Das Programm der Kudammtheater stehe bis ins Jahr 2018. Man sei zuversichtlich, dass die geplanten Aufführungen stattfinden werden.
Die Räumungsklage war im Januar dieses Jahr bekannt geworden. Zuvor war die Immobilie an den neuen Investor Cells Bauwelt verkauft worden, der sich an die Vereinbarungen des Vorbesitzers über Miet- und Betriebskosten nicht gebunden fühlt. Auch der Vorbesitzer Ballymore hatte 2011 bereits den Abriss einer der Bühnen im Rahmen des Umbaus geplant.
(sik)
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