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Regisseur Michael Gruner gestorben
Theater Dortmund trauert
22. Oktober 2021. Der Regisseur Michael Gruner ist am 20. Oktober im Alter von 76 Jahren gestorben. Das gibt das Theater Dortmund bekannt, an dem Gruner elf Jahre als Schauspieldirektor wirkte.
Gruner, geboren in Falkenstein, nahm 1963 in Frankfurt am Main ein Schauspielstudium auf. 1965 erhielt er ein Engagement am Staatstheater Darmstadt. 1968 wechselte er an das Theater am Turm in Frankfurt und wirkte unter anderem bei der Uraufführung von Peter Handkes Publikumsbeschimpfung unter der Regie von Claus Peymann mit. Ab 1969 war er als Schauspieler am Düsseldorfer Schauspielhaus beschäftigt, drei Jahre später begann er seine Regielaufbahn am Theater am Turm. 1989 wurde er Oberspielleiter am Staatstheater Stuttgart, von 1999 bis 2010 war er Schauspieldirektor am Theater Dortmund. Als Gastregisseur arbeitete er unter anderem am Wiener Burgtheater, am Wiener Volkstheater und am Deutschen Theater Berlin. Michael Gruner war verheiratet mit der Schauspielerin Juliane Gruner.
Michael Gruner © Theater Dortmund
Das Theater Dortmund beschreibt Gruner in seiner Pressemitteilung als "Vertreter des klassischen Regietheaters, für den die tiefe inhaltliche Durchdringung eines Textes stets im Vordergrund stand und der es verstand Form und Inhalt kongenial zu vereinen". Gruners Theater sei nachdenklich, psychologisch und stets der Literatur verhaftet gewesen. "Dabei hatte er auch immer den Anspruch, möglichst viele Menschen ins Theater zu ziehen. Mit ihm war das Dortmunder Schauspiel tief im kulturellen Leben der Stadt verankert, da er es verstand, die Dortmunderinnen und Dortmunder künstlerisch und menschlich zu begeistern." Weiter heißt es: "Durch seine bedeutende künstlerische Persönlichkeit, seine authentische Menschlichkeit und seinen respektvollen Umgang mit allen Mitarbeitenden des Theaters war Michael Gruner nicht nur hochgeschätzt, sondern aufrichtig sehr beliebt."
"Mit Michael Gruner verlieren wir einen engen Freund und wunderbaren Menschen, der für sein und unser Dortmunder Theater lebte", so der Geschäftsführende Direktor des Theaters, Tobias Ehinger. "Wir alle, die ihn erleben durften, werden seine Aufrichtigkeit, seinen fairen Umgang und seinen feinen Humor schmerzlich vermissen."
(Theater Dortmund / Hamakom.at / miwo)
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