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Sächsische Theaterpreise vergeben
Zwei produktive Herausforderungen
7. Mai 2018. Im Rahmen des 10. Sächsische Theatertreffens sind die Produktionen "German History" von Heiner Müller unter der Regie von Roland May (Theater Plauen-Zwickau) und Das große Heft von Ágota Kristóf in der Regie von Ulrich Rasche (Staatsschauspiel Dresden) mit dem Sächsischen Theaterpreis ausgezeichnet worden. Das teilt das Staatsschauspiel Dresden mit, das zusammen mit der Staatsoperette und dem tjg. theater junge generation Dresden Gastgeber des Festivals war. Vom 2. bis 6. Mai wurden dreizehn Inszenierungen aus ganz Sachsen gezeigt.
Die Gewinner*innen bei der Preisverleihung in Dresden am 6. Mai © Staatsschauspiel Dresden
Der Fachjury, die die Preise vergab, gehörten Irina Simona Barca, Thomas Irmer, Joachim Lange, Johanna Lemke und Christine Wahl an. In ihrer Begründung heißt es: "Durch die chorische Inszenierung von Ágota Kristófs Roman 'Das große Heft' sehen die Zuschauer*innen einen bekannten, in viele Sprachen übersetzten Text völlig neu. Die Verrohungsgeschichte der Zwillingsbrüder im Krieg fräst sich durch die monumentale Verfremdungsästhetik und die starke formale Setzung geradezu in die Köpfe der Zuschauer*innen.
Einen anderen Weg geht 'German History'. Hier stehen kanonische Texte Heiner Müllers im Mittelpunkt, die die deutsche Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart verdichten. Das stringente Konzept und die dramaturgische Konsequenz führen zu einer Doppelbelichtung, die einerseits Heiner Müllers Texte mit großer Präzision für die Gegenwart wiedergewinnt und andererseits die Gegenwart durch Müllers Brille neu hinterfragt.
Beide Arbeiten sind produktive Herausforderungen für ihr Publikum und stellen auf je eigene Art außergewöhnliche Positionen in der sächsischen Theaterlandschaft dar."
(Staatsschauspiel Dresden / sd)
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