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Schauspiel Frankfurt schreibt offenen Brief an Hamburger Bürgerschaft
Fassungslos
Frankfurt, 7. Oktober 2010. In einem Offenen Brief an die Hamburger Bürgerschaft fordert das Schauspiel Frankfurt die Abgeordneten auf, die "kulturvernichtende und kurzsichtige Politik des Bürgermeisters Ahlhaus und des Kultursenators Stuth" zu stoppen.
Mit ihrer Idee, den Etat des Deutschen Schauspielhauses um 1,2, Mio Euro zu kürzen, beginne die Regierung das Theater "abzuschaffen". Zuerst und entgegen der erklärten Absicht im Koalitionsvertrag würden die "kleinen Orte ausgelöscht", an denen unter anderem "Kinder und Jugendliche Theatererfahrungen sammeln können".
Die Frankfurter fragen, ob sich Hamburg tatsächlich eines Theaters "entledigen wolle", das als "Geburtsstätte so vieler Strömungen, Regie- und Schauspielgrößen bekannt ist und stets weit über die Grenzen der Stadt hinaus wirkt?" Das Schauspielhaus gerade jetzt mit nicht realisierbaren Sparplänen zu konfrontieren, wo es ohne Intendant sei, erscheine "perfide und unverständlich".
Wie, fragen die Frankfurter Künstler weiter, sollten "Theaterschaffende in Wuppertal, Oberhausen oder Karlsruhe wirksame Argumente gegen die Sparpolitik ihrer Städte aufbringen, wenn selbst eine Kulturhauptstadt wie Hamburg seine Theaterlandschaft derart beschneiden will?" Die Signalwirkung, die von Hamburg ausgehe, sei eine Gefahr für die Kulturlandschaft in ganz Deutschland.
(jnm)
Der Offene Brief im Wortlaut: Stoppen Sie Stuth.pdf
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