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Statement: Berliner Auswahl-Jury zum Senats-Sparkurs
12. November 2024. Gegen die Sparpolitik des Senats wendet sich die von der Berliner Senatskulturverwaltung eingesetzt große Jury für die darstellenden Künste und den Tanz. Die angekündigten Kürzungen bedrohten die Freie Szene "existenziell", heißt es in dem heute veröffentlichten Schreiben.
"Jede Einsparung in den von uns jurierten Fördertöpfen wird die Schließung von einzelnen Spielstätten und das Ende von zahlreichen künstlerischen Karrieren zur Folge haben", heißt es in dem Statement, das die sieben Juror*innen unterzeichnet haben.
Schon jetzt sei die Berliner Freie Szene "dramatisch unterfinanziert". Qualität und Vielfalt der über Jahrzehnte aufgebauten Strukturen stehe in keinem Verhältnis mehr zu ihrer Finanzierung durch das Land Berlin. Mit der Umsetzung von Kürzungen etwa könnten nur noch halb so viele Einzelprojekte gefördert werden wie 2021, was einer "Förderquote von nur mehr 5 Prozent" entspreche.
Als "Konsequenz einer unstrukturierten, planlosen Sparpolitik" des Berliner Senats und des Kultursenators Joe Chialo drohe ein "bisher nie dagewesener Kahlschlag", welcher "auch durch umsichtige Juryentscheidungen nicht mehr abgefedert" werden könne. Auf diese Problematik hätte die Jury seit 2017 immer wieder hingewiesen.
Unterzeichnet haben das Schreiben namentlich Irene Bazinger, Barbara Behrendt, Martina Kessel, Florian Malzacher, Anna Mülter, Roscha A. Säidow und Be van Vark. Als extern berufene Juror*innen des Senats entscheiden sie über die Einzelprojektförderung, die Einstiegsförderung, Basis- und Konzeptförderung der Künstler*innen sowie die ein- und zweijährige Förderung der Berliner Produktionsorte.
(tanzraumberlin.de / eph)
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