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Theaterautor Kurt Wilhelm gestorben
Im bayrischen Himmel
29. Dezember 2009. Wie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von heute zu lesen ist, starb der Regisseur und Theaterautor Kurt Wilhelm am ersten Weihnachtsfeiertag im Alter von sechsundachtzig Jahren in Straßlach bei München. Seine in der Spielzeit 1974/75 für das Staatsschauspiel München geschriebene Bühnenadaption der volkstümlichen Kurzgeschichte um den Brandner Kaspar, die sein Ururgroßonkel Franz von Kobell 1871 veröffentlicht hatte, schaffte allein an der Bühne um die tausend Aufführungen und wurde bis in die 1990er Jahre gespielt.
Unter Christian Stückls Regie am Münchner Volkstheater entwickelte sich das Stück erneut zu einem Dauerbrenner. 2008 verfilmte Joseph Vilsmaier mit Michael Bully Herbig und Franz Xaver Kroetz den Stoff fürs Kino.
Wilhelm, im März 1923 geboren, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Abteilungsleiter und Regisseur beim Bayerischen Rundfunk in München und blieb es bis 1988. Eine Anzahl erfolgreicher Hörfunksendungen und -serien wie die Inszenierungen der Mundarthörspiele Brummelg’schichten machten Wilhelm bei der Hörerschaft bekannt und beliebt. Aber auch die Kritik zeichnete ihn mehrfach für seine Sendungen aus.
Für das Fernsehen spielte Wilhelm ab den 50er Jahren ebenfalls eine Rolle, richtete für Hörfunk als auch Fernsehen Opern- und Operetteninszenierungen ein, führte Regie bei den ersten TV-Zeichengeschichten, die aus der Feder von Reiner Zimnik stammten und bei denen der Schauspieler Joachim Fuchsberger als Sprecher fungierte.
(sik)
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