meldung
Theaterpreis Berlin 2025 an Christopher Rüping
Der Preisträger: Christopher Rüping © Urban Zintel
13. März 2025. Die Stiftung Preußische Seehandlung vergibt den mit 20.000 Euro dotierten Theaterpreis Berlin in diesem Jahr an den Regisseur Christopher Rüping. Das teilen die Berliner Festspiele mit. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, werde die Auszeichnung am 4. Mai 2025 im Rahmen des 62. Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele verleihen.
"Das Theater von Christopher Rüping ist zuallererst: offen. Offen gegenüber dem Publikum, dem das Ensemble auf Augenhöhe begegnen will. Offen in seiner Haltung gegenüber den dunkelsten Emotionen, die sich die Schauspieler*innen, ihre Figuren und das Publikum gemeinsam in der öffentlichen Intimität der Bühne anschauen," wird aus der Begründung der Jury für die Preisentscheidung zitiert. "Offen in der Stoffwahl, die sich von der Antike über den Kanon der Moderne bis zum zeitgenössischen Roman auf so ziemlich alles einlässt, was ein gegenwärtiges Lebensgefühl, die Menschheitsthemen Zugehörigkeit, Verlust und Utopie beschreibt."
Der Jury gehörten Eva Behrendt (2024 Mitglied der Theatertreffen-Jury), Matthias Pees (Intendant der Berliner Festspiele), Matthias Warstat (Theaterwissenschaftler an der Freien Universität Berlin) und in beratender Funktion Nora Hertlein-Hull (Leiterin des Theatertreffens) an.
Christopher Rüping wurde 1985 in Hannover geboren und studierte Regie an der Theaterakademie Hamburg und an der Zürcher Hochschule der Künste. Mit seiner Stuttgarter Inszenierung "Das Fest" wurde er 2015 erstmals zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Weitere Einladungen folgten: 2018 mit "Trommeln in der Nacht" (Münchner Kammerspiele), 2019 mit dem zehnstündigen Antikenprojekt "Dionysos Stadt" (Münchner Kammerspiele), 2021 mit "Einfach das Ende der Welt" (Schauspielhaus Zürich) und 2022 mit der Dante-Auseinandersetzung "Das neue Leben" (Schauspielhaus Bochum).
Die Stiftung Preußische Seehandlung verleiht den Theaterpreis Berlin seit 1988 im Rahmen des Theatertreffens. Er dient laut Selbstbeschreibung "der Auszeichnung von Personen, die sich in besonderer Weise durch ihr Lebenswerk oder herausragende Einzelleistungen um das deutschsprachige Theater verdient gemacht haben." Unter den Preisträger*innen der Vorjahre sind Nele Hertling, Sivan Ben Yishai, Sandra Hüller, Karin Henkel, Shermin Langhoff und Jens Hillje und Herbert Fritsch.
(Berliner Festspiele / sle)
mehr meldungen
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
neueste kommentare >
-
Nach dem Leben, Nürnberg Empfehlung
-
Die Quelle, Wien Claquere unterwegs
-
Leser*innenkritik Black Rider, SHL Flensburg
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Sagenhaft gut
-
Die Quelle, Wien Bitte weitermachen
-
Fräulein Else, Wien Danke!
-
Über die Notwendigkeit, ... , Wiesbaden Super Abend
-
Fräulein Else, Wien Phänomenal
-
Irgendetwas ist passiert, Berlin Lauwarm
-
Theaterpodcast Investigativtheater Aufklärung?


Ein bisschen schief finde ich nur, dass gleich 3 von 4 Jury-Stimmen unmittelbar für das Theatertreffen tätig sind. Ist das den Ausrichtenden des Preises bewusst und gewollt, weil der Preis ohnehin als Bestandteil des TT begriffen wird? Oder ist das eine Koninzidenz und es wäre wünschenswert, in den kommenden Jahren noch eine Stimme dazuzuholen, die aus einer anderen Perspektive auf die Kandidat:innen guckt? Und stattdessen vielleicht nur Pees ODER Hertlein-Hull anstatt beide? (Dass letztere nur beratend in der Jury war, habe ich gelesen, ja..)