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Thomas Oberender als Intendant der Berliner Festspiele verlängert
Gestalter im Grenzbereich
24. Januar 2016. Der Vertrag von Thomas Oberender als Intendant der Berliner Festspiele wird durch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters um fünf Jahre verlängert: bis Ende 2021. Das teilen die Festspiele mit, die der Autor und Dramaturg seit 2012 leitet und die als interdisziplinär aufgestellte Institution sowohl Ausstellungen im Martin-Gropius-Bau als auch Festivals und Aufführungen im Festspielhaus (und gelegentlich anderswo in Berlin) veranstalten, u.a. das Berliner Theatertreffen und das Festival Foreign Affairs.
Thomas Oberender, seit 2012 Intendant der Berliner Festspiele © Magdalena LepkaOberender wurde 1966 in Jena geboren und war zuvor leitender Dramaturg am Schauspielhaus Bochum (2000 bis 2005, unter Matthias Hartmann), Chefdramaturg am Schauspielhaus Zürich (2005 / 2006, unter Matthias Hartmann), Schauspieldirektor bei den Salzburger Festspielen (2006 bis 2011, unter Jürgen Flimm) und folgte bei den Berliner Festspielen auf den aus Altergründen ausscheidenden Intendanten Joachim Sartorius.
In den ersten Jahren seiner Intendanz berief er neue Künstlerische Leiter*innen für die Festivals MaerzMusik, Jazzfest Berlin sowie für das Theatertreffen (hier löste Yvonne Büdenhölzer Iris Laufenberg ab) und gründete das internationale Performing-Arts-Festival Foreign Affairs (unter der Leitung von Frie Leysen, später von Matthias von Hartz). Er selbst blickt auf diese Zeit als auf "vier spannende Jahre" zurück. "Wir haben neue Formate gegründet und werden das weiter tun, aber auch die bestehenden Festivals gestärkt und verjüngt. Unsere Arbeit geht einen ganz eigenen Weg zwischen Ausstellung und Aufführung". Er freue sich sehr, die Festspiele "als große kulturelle Einrichtung des Bundes weiterentwickeln und überraschend gestalten zu dürfen." Die Berliner Festspiele sind ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB) GmbH und werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
(Berliner Festspiele / ape)
Auf nachtkritik.de sind mehrere Beiträge von Thomas Oberender erschienen: Kunst vergeht, Kunst besteht – Zehn Thesen zur Entwicklung von Kultur und Kulturförderung (12/2015), Zur Zukunft des Theaterstücks – Vortrag zur Eröffnung des Stückemarktes beim Theatertreffen 2015 (5/2015) und Narrative Spaces – Eine Archäologie der Zeit in den Arbeiten von Mona El Gammal und Thomas Bellinck (2/2015).
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