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Thüringen: Finanzierung von Freie-Szene-Projekten ungewiss

16. Oktober 2024. Auf einen möglichen Förderabriss in zentralen Projekten von Thüringens Freier Szene weist der Thüringener Theaterverband e.V. in einer Pressemitteilung hin.

Ungewiss seien aufgrund der andauernden Regierungsbildung in Thüringen die Weiterfinanzierung des Residenzprogramms, des Tourformats und der Koproduktionsförderung für die Freien Darstellenden Künste und des Fortbildungsprogramms Kultur Land Bilden, so der Landesverband der freien Theaterszene in Thüringen.

Die Projekte und ihre Mitarbeiter*innen benötigten Planungssicherheit, um 2025 weiter arbeiten zu können. Ausstehend und von der Landesregierung nicht zugesichert seien derzeit 340.000 Euro, heißt es in der Pressemitteilung.

Für 2025 hat die amtierende Regierung einen Sparkurs in Aussicht gestellt. Der Landesverband zitiert aus dem Schreiben des Thüringer Finanzministeriums vom 15. Oktober 2024: "Für 2025 gelingt der Haushaltsausgleich unter Einsatz aller Reserven. In 2026 stehen solche Reserven nicht mehr zur Verfügung. Man wird künftig nur agieren können, wenn alle Ausgaben kritisch hinterfragt, Prioritäten gesetzt und Leistungskürzungen vorgenommen werden, auch wenn diese gesetzlich verankert sind." Für zusätzliche Leistungsversprechen sieht Finanzministerin Heike Taubert "keinen Raum“. Anstehende Kürzungen könnten damit die Darstellenden Künste betreffen, die zu den freiwilligen staatlichen Leistungen gehören.

(Thüringer Theaterverband e.V. / eph)

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Über die Theaterfinanzierung in Thüringen und Sachsen sprechen der Rudolstädter Intendant Steffen Mensching und Daniel Morgenroth, sein Kollege aus Görlitz/Zittau, im Theaterpodcast #72.

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