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Reutlinger CDU-Fraktion will 80 % Zuschuss-Kürzung für das Landestheater Tübingen
Gegenseitiges Aufrechnen
Tübingen/Reutlingen, 4. Februar 2011. Wie das Schwäbische Tagblatt berichtet, trafen sich gestern die Theater- und Orchesterintendanten der Region Tübingen/Reutlingen öffentlich an einem runden Tisch, um in der jüngst von der Reutlinger CDU-Fraktion angestoßenen Kürzungsdebatte Schulterschluss mit dem Landestheater zu demonstrieren. Die Fraktion hat vorgeschlagen, den Zuschuss fürs Landestheater Tübingen (LTT) um über 80 Prozent von jetzt etwa 150 000 Euro auf 22 000 Euro zu senken. Das ist die Summe, die die Stadt Tübingen zur Finanzierung der Württembergischen Philharmonie beitrage.
Die Zeitung zitiert LTT-Intendantin Simone Sterr, dass der Vorschlag "nicht nur nicht umsetzbar für das Theater", er berühre auch lange getroffene Verabredungen der Städte zur Schaffung eines attraktiven Kulturprogramms in der Region und sei "ein Angriff auf die gesamte Theaterlandschaft".
Cornelius Grube von der Württembergischen Philharmonie regte an, dass sich die Städte Reutlingen und Tübingen endlich zusammensetzen müssten, um über sinnvolle Finanzierung zu reden. "Dass wir von Tübingen 22 000 Euro und das LTT von Reutlingen 150 000 Euro bekommt, ist auf Dauer sicher nicht nachvollziehbar. Man darf das aber nicht korrigieren, indem man beim LTT Geld kürzt."
(www.tagblatt.de/sik)
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