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Walter Kempowski Preis 2025 an Feridun Zaimoglu
29. Mai 2025. Feridun Zaimoglu erhält den Walter Kempowski Preis 2025. Das teilt das niedersächsische Kulturministerium mit.
Zaimoglus Verdienste insbesondere für neue Perspektiven in der deutschsprachigen Literatur seien einzigartig und gerade in der aktuellen Zeit preiswürdig, heißt es in der Begründung der Literaturkommission unter anderem, die über die Preisvergabe entschied. Zaimoglus Debüt "Kanak Sprak" aus den 1990er-Jahren gehöre zum Kanon der deutschsprachigen Literatur. "Seither hat Feridun Zaimoglu ein umfangreiches erzählerisches, dramatisches und poetologisches Werk vorgelegt." Zuletzt sei dies in dem bewegenden Roman "Sohn ohne Vater", der von einem Roadtrip eines Schriftstellers von Kiel in die Türkei zum Begräbnis seines Vaters erzähle.
Der Literaturkommission gehörten Kathrin Dittmer (Literaturhaus Hannover, Sprecherin der Niedersächsischen Literaturhäuser), Lisa Kreißler (Autorin), Prof. Dr. Matthias Lorenz (Leibniz Universität Hannover), Volker Petri (Landesverband Nord des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels), Alexander Solloch (NDR Kultur) sowie Prof. Dr. Thomas Boyken (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) an.
Feridun Zaimoglu wurde 1964 im anatolischen Bolu geboren und kam 1965 mit seinen Eltern in die Bundesrepublik Deutschland. Die ersten beiden Jahrzehnte seines Lebens verbrachte in München, Berlin und Bonn, bevor er 1985 nach Kiel kam, um dort Kunst und Humanmedizin zu studieren. Zaimoglu arbeitet als Publizist, Schriftsteller und Bildender Künstler. Gemeinsam mit Günter Senkel schrieb er preisgekrönte Drehbücher und erfolgreiche Theaterstücke.
Der mit 20. 000 Euro dotiert Walter-Kempowski-Preiswird seit 2019 alle zwei Jahre vergeben und wechselt sich mit dem zweiten niedersächsischen Literaturpreis, dem Nicolas-Born-Preis ab. Der in Rostock geborene und 2007 in Rotenburg (Wümme) verstorbene Schriftsteller Walter Kempowski lebte seit Ende der 1950er-Jahre bis zu seinem Tod in Niedersachsen.
"Feridun Zaimoglu verwandelt biografische Erfahrung in sprachliche Kunst", zitiert der NDR den niedersächsischen Kulturminister Falko Mohrs. "Seine Literatur weitet den Blick in unsere vielfältige Gesellschaft und korrigiert das vermeintlich Fremde zu einem Teil unserer gemeinsamen Geschichte." Die Preisverleighung findet am 30. September 2025 in Hannover statt.
(Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur / NDR / sle)
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