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Wien: Neue Leitung für das Theater der Jugend
Aslı Kışlal © Astrid Knie / TdJ
18. Juni 2025. Aslı Kışlal wird 2026 neue Künstlerische Leiterin des Theaters der Jugend in Wien. Das berichtet unter anderem die österreichische Tageszeitung "Der Standard". Mit Aslı Kışlal folge eine Expertin für postmigrantische Zugänge im Theater auf den langjährigen Leiter Thomas Birkmeir.
Kışlal wurde 1970 in Ankara geboren und kam als Neunzehnjährige nach Österreich – ohne Deutschkenntnisse, wie sie laut Standard bei ihrer Vorstellung berichtete. An der Universität Wien studierte sie Soziologie und Schauspiel am Schubert Konservatorium Seit 25 Jahren arbeitet sie hauptsächlich in der Freien Szene, inszenierte aber auch am Landestheater Linz, am Landestheater Niederösterreich und am Schauspielhaus Wien. Im Burgtheater-Kasino bringt sie in der kommenden Saison "Oh no, not again!" zur Uraufführung. 2024 erhielt sie für ihre Inszenierung von Barbi Markovićs "Minihorror" mit dem von ihr im Jahr 2013 gegründeten diverCITYLAB eine Nestroy-Nominierung für die Beste Off-Produktion.2023 erhielt sie als erste Frau den Deutschen Musical Akademie Preis in der Kategorie "Beste Regie" für ihre Inszenierung "Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm" am Theater für Niedersachsen.
Das Wiener Theater der Jugend ist, wie der Standard schreibt, mit 200.000 Besuchen pro Saison die größte Bühne für junges Publikum nicht nur Österreich sondern in ganz Europa. Für die Position seien 40 Bewerbungen eingegangen, wie die Salzburger Nachrichten schreiben. Neben Einzelpersonen traten auch sieben Teams an, insgesamt interessierten sich 28 Frauen und 20 Männer für die Position. Mit Kışlal sei "die Bestgeeignete aus dem Auswahlverfahren hervorgegangen", wird Christoph Brenner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Theaters der Jugend, zitiert. Kışlal habe durch "ihre Persönlichkeit, Erfahrung und kommunikatives Talent" überzeugt. Zudem habe sie "das Potenzial, das sie am Theater sieht, überzeugend dargelegt." Aslı Kışlal wird das Haus zunächst für fünf Jahre leiten.
(Der Standard / Salzburger Nachrichten / sle)
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