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Wiener Burgtheater sahnt bei den Nestroypreisen ab
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Wien, 9. November 2010. Österreich feiert sich selbst: Beim Wiener Nestroy-Theaterpreis hat gestern das gastgebende Burgtheater (mit dem Akademietheater) die meisten Auszeichnungen erhalten. Es gewann in sieben von acht Kategorien. Nur die Auszeichnung für die "Beste deutschsprachige Aufführung" ging an Volpone von Ben Jonson in der Regie von Werner Düggelin am Schauspielhaus Zürich.
Ausgezeichnet wurden Kirsten Dene als beste Schauspielerin (für ihre Rolle der Violet Weston in Eine Familie), Martin Wuttke als bester Schauspieler (in Das Begräbnis), Alvis Hermanis als Regisseur von Eine Familie, Johannes Schütz als Ausstatter (von Das Begräbnis), Johann Adam Oest für die beste Nebenrolle (in Der goldene Drache), Sarah Viktoria Frick als beste Nachwuchsdarstellerin (in Adam Geist) und Burgtheater-Intendant Matthias Hartmann (für seine "öffentlichen Proben" von Krieg und Frieden) mit dem Spezialpreis. Den Publikumspreis erhielt der Burgschauspieler Paulus Manker.
Die Auszeichnungshäufung für's Burgtheater könnte allerdings auch an der Wahl-Struktur des Preises liegen, die an die Academy Awards ("Oscars") in den USA erinnert: Zwar kürt eine Kritiker-Fachjury drei Kandidaten pro Kategorie. Aus diesen Nominierungen allerdings wählt die Nestroy-Preis-Akademie den Gewinner, der alle Nestroy-Preisträger und alle Nominierten, die Kainz-Medaillen-Preisträger und die Träger des Nestroy-Ringes angehören. Derzeit besteht sie aus 310 Schauspielern und Theaterleuten. Dass jeder von ihnen tatsächlich alle nominierten Inszenierungen und Schauspieler gesehen hat, erscheint eher unwahrscheinlich.
Drei Preise standen übrigens schon vorher fest, weil sie allein von der Kritiker-Jury bestimmt wurden: Kathrin Rögglas "worst case" wurde als bestes Stück ausgezeichnet, "Frost", inszeniert von Sabine Mitterecker vom theater.punkt, als beste Off-Produktion, und Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits vom Serapionstheater wurden für ihr Lebenswerk geehrt.
(Nestroy-Preis / geka)
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(Ist nachgetragen. Georg Kasch für die Redaktion)
Die Glosse beschreibt...wo die anderen bleiben.